"Mitmachen statt motzen"

Belehrungen haben hier nichts zu suchen.
Lokales
Bärnau
15.12.2014
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Bürgermeister und Fraktionssprecher forderten in ihren Weihnachtsansprachen für 2015 ein offenes und faires Miteinander im Sinne einer guten und konstruktiven Zusammenarbeit. In der Bärnauer Stadtratssitzung suchten sie entsprechende Lösungen für diesen Weg.

Dritter Bürgermeister Alfred Wolf (JWG) wies darauf hin, dass in einer Demokratie Mehrheiten zu akzeptieren seien. "Mitmachen statt motzen" sei dabei die Devise. Jeder kreative Vorschlag werde offen angenommen. "Ich hoffe auf eine bessere Zusammenarbeit im kommenden Jahr."

Auf gutem Weg

Wolf bezeichnete 2014 als ein Jahr der Neuorientierung und der Findungsphase. Dennoch seien viele weg- und zukunftsweisende Entscheidungen getroffen und Projekte angepackt worden. "Die Stadt Bärnau ist auf einem guten Weg."

Bürgermeister Alfred Stier dankte in seiner Rede dem Stadtratsgremium für dessen Arbeit "in einer sehr spannenden Zeit". Zwar sei die Arbeit nicht immer harmonisch gewesen, aber stets fair. In diesem Jahr sei vieles für die Stadt erreicht worden, beispielsweise die Sanierung der Turnhalle, die in relativ kurzer Bauzeit vonstatten gegangen sei. Dank und Anerkennung zollte er seinen Stellvertretern für die Vertretungen sowie allen städtischen Angestellten und Arbeitern.

Auf Sachebene zurück

Für die CSU-Fraktion sprach Christoph Weigl. Er appellierte an alle, nach dem Kommunalwahlkampf wieder auf die Sachebene zurückzukehren und eine konstruktive Kommunalpolitik zu machen. Dafür reiche die CSU allen Fraktionen die Hand. Eine Differenzierung Opposition/Regierung dürfe es in der Kommunalpolitik nicht geben.

2014 sei von wichtigen und wegweisenden Entscheidungen geprägt gewesen, wie die Straßensanierung, die Sanierung der Turnhalle, die Gründung der Ikom Stiftland mit Sitz in Bärnau oder den Beschluss zum Ausbau der Breitbandversorgung. Bärnau stehe auch 2015 vor wichtigen Themen, dazu brauche es die Energie aller. Nur so könnten die Herausforderungen vor Ort gemeistert werden. "Lasst sie uns gemeinsam angehen.", forderte Weigl.

"Ich würde mir einen offenen und fairen Dialog wünschen, doch der fand bisher nicht statt", fand Hubert Häring (CFWG). Nicht gefallen habe ihm in diesem Jahr, dass die Aufwandsentschädigungen vor allem der Bürgermeister-Stellvertreter so stark angehoben worden seien. "Hier war keine Notwendigkeit vorhanden." Die Abwasserproblematik sei ein Fass ohne Boden, "hier werden auf den Bürger noch enorme Kosten zukommen", sagte er.

Mehr Bescheidenheit

Für die SPD forderte Gottfried Beer von der CSU und der JWG etwas mehr Bescheidenheit, zumal deren Mehrheit im Stadtrat nach den Wahlen geschrumpft sei. Stärke sei nicht, Mehrheiten auszunutzen, sondern der Dialog. Ferner sollte man alle Meinungen im Stadtrat respektieren, denn es seien die Meinungen der Bürger, sagte Beer. "Belehrungen haben hier nichts zu suchen."

Kritik übte Beer auch an den fünf Sondersitzungen in diesem Jahr, die zudem oft sehr kurzfristig anberaumt worden seien. Dennoch sei er bereit, die Hand zu reichen. "Nur die Taten zählen", so Beer.
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