Neue Ordnung für die Turnhalle

Lokales
Bärnau
20.11.2014
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So genau braucht man gar nicht hinschauen: Leerstände und seit Jahren unbenutzte Gebäude sind auch in Bärnau keine Seltenheit. Möglichkeiten für eine neue Nutzung, meist für alte Menschen, könnte auch die Städtebauförderung bieten.

Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag billigte das Gremium den neuen Jahresantrag für die Städtebauförderung. Konkrete Zahlen finden sich darin noch wenige. Vielmehr hat sich das Gremium auf eine "Marschrichtung" festgelegt. Und hier steht an erster Stelle die "Beseitigung von Leerständen".

Ein paar Beispiele konnte Klaus Stiefler vom Planungsbüro "rsp" den Stadträten vorstellen. Den früheren Gasthof "Zum schwarzen Bären" etwa. Hier würde derzeit eine Machbarkeitsstudie über einen möglichen Umbau durchgeführt. Als geeignete Objekte stellte Stiefler weiter das Geburtshaus von Bischof Senestrey vor. Hier würden sich eine Wohnnutzung sowie eine Seniorenwerkstatt im Innenhof anbieten.

Mit dem Jahresantrag werden die Unterlagen an die Regierung weitergeleitet. Enthalten sind Ansätze für die Planungen für mögliche Umbauten in leerstehenden Gebäuden. Bis zur Jahresmitte 2015 hofft Stiefler auf eine Mitteilung über einen Finanzierungsrahmen. Alfred Wolf (Junge Wählergemeinschaft) kritisiert, dass die Maßnahmen nicht die speziellen Anforderungen der kleineren Orte berücksichtigen würden. An zusätzlicher Unterstützung bei Sanierungsvorhaben für Private verwies Stiefler auf das Kommunale Förderprogramm und natürlich auf die besondere steuerliche Abschreibung in den Sanierungsgebieten.

Neue Hausordnung

In die letzten Runde gehen die Arbeiten an der Schulturnhalle. Damit steht den Vereine bald wieder ein attraktiver Veranstaltungsort zur Verfügung. Doch für die Benutzung, etwa für Faschingsbälle, wird die Stadt natürlich weiterhin eine Gebühr verlangen. Wie viel, dass steht noch nicht genau fest. "Die Vereine wollen wissen, was Sache ist", erläuterte 2. Bürgermeister Michael Schedl am vergangenen Donnerstag das Anliegen. Bisher sei von den Vereinen meist nur eine Spende verlangt worden, erinnerte Gottfried Beer (SPD). Notwendig werde künftig auch eine entsprechende Hausordnung, informierte Schedl. In der Beratung konnte sich Kurt Fischer (JWG) eine Gebühr entsprechend der Besucherzahl vorstellen. Andere Orten würde Pauschalen verlangen, 250 Euro für die Halle, 50 Euro für den Barbetrieb. Durch die neue Technik, so Schedl, sei es künftig möglich, den Strom- und Wärmeverbrauch genauer zu ermitteln.

Bei der Beratung kam das Gremium überein, zunächst pauschal 250 Euro für Veranstaltungen zu verlangen. Eine Hausordnung mit den zukünftigen Nutzungsbedingungen werde jetzt ausgearbeitet. Roland Heldwein (CSU) gab hier mit auf den Weg, dass Sportveranstaltungen, gerade bei den Gebühren, gesondert betrachtet werden müssten.
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