Saisonstart in den Sternen

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Lokales
Bärnau
05.08.2015
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Markus Fichtner und viele weitere Badegäste verstanden zu Beginn der Hallenbad-Saison 2014/15 die Welt nicht mehr. Denn die Benutzung des Dampfsauna war ab sofort nicht mehr erlaubt. Ebenso sollte es in Zukunft auch keinen Warmbadetag mehr geben.

Die Energiekosten seien zu hoch, so die Auskunft über den Anlass der Einschränkungen, so Fichtner, Vorsitzender des Hallenbad- Fördervereins, jetzt bei der Mitgliederversammlung. Die Empörung darüber, so Fichtner, sei sehr groß gewesen. Nichts dergleichen sei vorher angekündigt worden.

Manche, so Fichtner, wollten ihr Eintrittsgeld zurück, andere beschwerten sich per E-Mail beim Bürgermeister. Auch er habe in seiner Eigenschaft als Fördervereinsvorsitzender an den Bürgermeister E-Mails verschickt, jedoch keine Antwort erhalten.

"Befehl"

Im April 2014, so Fichtner, sei das Hallenbad geschlossen worden. Man sollte doch meinen, so Fichtner, das man sich ab diesem Tag Gedanken über die Zukunft des Hallenbads mache. Nicht jedoch in Bärnau. Hier heiße es: "Abwarten ist die beste Devise". Wenn der Tag der Wiedereröffnung im Oktober näher rücke, läuteten beim Bürgermeister die Alarmglocken Der "Befehl" des Bürgermeisters, so Fichtner etwas polemisch, laute ab sofort: Es dürfe nur noch geschwommen werden, da werde den Badegästen auch warm.

Laut Fichtner habe es eine sehr lebhafte Stadtratssitzung gegeben; mit den dort genannten Zahlen hätten die Stadtratsmitglieder jedoch nicht viel anfangen können. Auf eine Einladung an den damals von Bürgermeister Stier angesprochenen Runden Tisch, an dem auch der Förderverein mit sitzen sollte, warteten die Mitglieder noch immer, erklärte Fichtner weiter. Es habe keine Anzeichen des Bürgermeisters für eine vernünftige Zusammenarbeit mit dem Förderverein gegeben. Das Positive dieser Stadtratssitzung sei gewesen, dass die Saison 2014/15 normal und geregelt verlaufen sei. Der Förderverein habe wieder einige seiner gut angenommenen Angebote durchgeführt. Der Antrag des Fördervereins - eine behindertengerechte Umkleidekabine mit eigener Dusche und WC - sei bis heute nicht behandelt worden. Dabei habe der Förderverein signalisiert sich an den Kosten zu beteiligen. Nun stehe die neue Hallenbad-Saison kurz bevor.

Hallenbad-Dach undicht

Bereits im März, so Fichtner, sei dem Bürgermeister mitgeteilt worden, dass das Dach im Hallenbad undicht sei. Auf diesem Dach ist eine Photovoltaikanlage moniert, dies könnte der Grund dafür sein, dass es rein regnet. Fichtner verwies jedoch darauf, das er die rechtlichen Zusammenhänge und die Verträge mit den Solar-Betreibern nicht kenne. Es wisse deshalb nicht, wer für diesen Schaden aufkommen müsse. Fakt sei jedoch, dass der Start der neuen Saison ab Oktober mehr als fraglich sei, zumal erst im September die nächste Stadtratssitzung stattfinde. Fichtner forderte den Bürgermeister auf, eine Sondersitzung zu diesem Thema einzuberufen, damit der geplante Öffnungstermin eingehalten werden könne.

Falscher Eindruck

Fichtner berichtete weiter, dass er aus der Zeitung erfahren habe, dass der Bürgermeister Sanierungspläne für eine Generalsanierung in der Schublade habe. Fichtner dazu, "ob eine Generalsanierung nötig ist, steht auf einem anderen Papier. Man kann vielmehr den Eindruck gewinnen, die Bevölkerung soll hier einen falschen Eindruck über das Hallenbad gewinnen und der Bürgermeister will mit allen Mitteln beweisen, dass er im Recht ist und die Kosten für das Bad nicht mehr tragbar sind".

Fichtners abschließende Gedanken bezogen sich auf die aktuelle Entwicklung, wonach nur noch jedes zwei Kind in der Grundschule schwimmen könne. "Denken wir darüber nach, wo wir und Ihre Kinder das Schwimmen gelernt haben", sagte Fichtner und meinte abschließend: "Hoffen wir, dass wir im Hallenbad bald wieder schwimmen können." (Weiterer Bericht)
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