Stadtrat diskutiert intensiv über Zukunft der Tourist-Info - Neben Begeisterung auch kritische ...
Von Baustellen und Quantensprung

Lokales
Bärnau
04.12.2014
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Die engagierte Arbeit der Mitarbeiter der Tourist-Info stand am Dienstag im Tagungsraum des Funktionsgebäudes außer Frage. Alle Stadträte hatte daran keine Zweifel, ebenso am Ergebnis. Allein der Wunsch von Dr. Benjamin Zeitler nach einer höheren finanziellen Ausstattung sorgte für Unbehagen.

Stier: Auftrag erfüllt

Bürgermeister Alfred Stier bekräftigte die Verlegung der Tourist-Info zum Geschichtspark, allein schon wegen der Öffnungszeiten. Und Stier bescheinigte dem Verein Via Carolina: "Der Auftrag wurde erfüllt!" Allerdings sollten die finanziellen Belastungen überschaubar bleiben. Schon zum Einstieg in die Diskussion kündigte Stier an, am Dienstag keine Entscheidung zu fällen. Zeitler bat dennoch um eine baldige Aussage. Immerhin endet der Vertrag zum Jahresende und auch die Mitarbeiter müssten rechtzeitig wissen, wie es weitergeht. Neben dem Bürgermeister störte sich auch Roland Heldwein (CSU) an der Kostenfrage, zumal auf die Stadt in den nächsten Jahren große Ausgaben zukommen. "Wir haben so viele Baustellen", konstatierte Heldwein, aber auch dass der Tourismus nur einem kleinen Kreis zugute komme. "95 Prozent der Bärnauer spüren davon nichts!" An den Zahlen wollte Zeitler nicht rütteln: "Das sind ehrliche Zahlen". Bei den entsprechenden Vorhaben erkannte Zeitler wenig Spielraum. "Ich bin hier nicht gekommen, um zu schachern", verdeutlichte er auch den Standpunkt des Vereins. Dort hätte auch der Vorstand beschlossen, dass die Leistungen zu diesem Preis nicht mehr erbracht werden könnten. "Das politisch rüberzubringen ist schwierig", wusste Alfred Stier.

Wolf: Bärnau voranbringen

Alfred Wolf (Junge Wähler) plädierte für Anstrengungen Bärnau voranzubringen. Mit dem Geschichtspark sei dies gelungen und die Arbeit für die Tourist-Info bewertete Wolf schlicht als "Quantensprung". Mit Blick nach vorne war sich Wolf sicher: "Entweder wir gehen offensiv vorwärts oder wir gehen rückwärts!"

Schmid: Kaum Arbeitsplätze

Rudolf Schmid (Christlich Freie Wählergemeinschaft) wollte das oft beschworene Potenzial im Tourismusbereich so auf Anhieb nicht erkennen. Auch sah er kaum Chancen für neue Arbeitsplätze. In der Diskussion erlaubte der Stadtrat dann auch die Wortmeldung von Lothar Fichtner, dem Vorsitzenden des Knopfverbandes. Der vermisste eine Wirtschaftlichkeit im Knopfmuseum und forderte für diesen Bereich eine Rückkehr zur Eigenständigkeit. "Dann können wir auch was unternehmen", so Fichtner.
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