Vereinigung der Hussitischen Städte arbeitet Strecken für Radler und Wanderer aus
Route der Toleranz

Anlässlich der Reise von Jan Hus wurden in Bärnau bereits zwei Theaterstücke aufgeführt, erstmals 2004 und zuletzt 2014 (Bild). Archivbild: Grüner
Lokales
Bärnau
26.09.2015
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Für Jan Hus war es eine Reise ohne Wiederkehr, als er damals seine schützende Heimat verließ, um am Konzil in Konstanz seine Thesen zu verteidigen. Zum 600. Jahrestag hat die "Vereinigung der Hussitischen Städte" eine "Route der Toleranz" ausgebaut. Die Strecke führt von Konstanz bis nach Nürnberg und weiter über die Goldene Straße durch die Oberpfalz bis ins böhmische Krakovec. Bärnau bildet dabei die Schnittstelle zwischen Deutschland und Tschechien.

Ideal für den Herbst, ein Angebot für alle Wander- oder Radfreunde, sich auf die Spuren von Jan Hus zwischen Deutschland und Tschechien zu machen. Die ausgearbeitete Kulturroute kann auf eigene Faust natürlich auch mit dem Auto bereist werden. Die Tour soll auch die grenzüberschreitende Begegnung fördern und somit zur europäischen Identität beitragen. Im Zentrum stehen die Regionen Böhmen und Bayern, aber die weiteren Kreise reichen bis nach Konstanz, Bernau bei Berlin und zu etlichen tschechischen Städten und Gemeinden.

Grundlage der Tour von Konstanz mit dem Endziel Burg Krakovec westlich von Prag am Rande des nördlichen Böhmischen Karstes gelegen, ist die Reise von Jan Hus. Sie erinnert nicht nur an die Hoffnungen, die Jan Hus mit seiner Reise nach Konstanz geknüpft hat, sondern auch daran, dass die Reformation bereits vor Martin Luther eine bedeutende Vorgeschichte hatte. Der Name der Route soll eine Mahnung sein, für die Toleranz als grundlegenden Wert jedes friedlichen Zusammenlebens einzutreten. Alle Gemeinden am Husweg wurden Anfang des Jahres angeschrieben, sich zu beteiligen. Bilder und Texte mussten eingereicht werden. Die Resonanz war sehr gut. So ist zum Beispiel auch Altenstadt/WN auf der Homepage umfangreich mit Text und Bildern vertreten - eine kostenlose Werbung, von der alle profitieren dürften.

Entwickelt wurde ein handlicher Flyer, der die Routen und alle Orte auflistet. Zu erhalten ist er in der Geschäftsstelle der Vereinigung der Städte mit hussitischer Geschichte und Tradition, Dr. Libuse Rösch, Hussenstraße 64, 78462 Konstanz (Telefon 07531/290 42, E-Mail: hus-museum@t-online.de).

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.hussitische-kulturroute.com
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