Vertreter von Ikom Stiftland und "Marianskolazensko" erörtern gemeinsame Projekte für die ...
Mit dem Rad und auf Skiern über die Grenze

Zur Förderung von Wirtschaft und Tourismus wollen die Verbände Ikom Stiftland und Marianskolazensko enger zusammenarbeiten. Ein Vorhaben wäre etwa das Projekt Tillenberg. Im Bild (von links) Tomas Vorel, Ing. Josef Svajgl, Peterikova Jaroslava (alle vom tschechischen Gemeindeverbund Marianskolazensko), Wolfgang Kaiser (Geschäftführer Ikom Stiftland) und Klaus Meyer (stellvertretender Verbandsvorsitzender). Bild: hfz
Lokales
Bärnau
21.07.2015
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Die Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit tschechischen Gemeinden und Organisationen ist ein wesentliches Ziel der kommunalen Allianz "Ikom Stiftland". Den Auftakt hierzu bildete ein Gespräch mit dem tschechischen Gemeindeverbund "Marianskolazensko" im Neualbenreuther Rathaus.

Der stellvertretende Ikom-Verbandsvorsitzende und Bürgermeister von Neualbenreuth, Klaus Meyer, und Ikom-Geschäftsführer Wolfgang Kaiser trafen sich kürzlich mit mehreren Vertretern der Organisation Marianskolazensko. Die Gesellschaft, die am 20. Dezember 2010 entstand, besteht aus neun tschechischen Gemeinden der Region Marienbad und vereinigt rund 8000 Einwohner. In Kürze wird auch die Stadt Mariánské Lázne (Marienbad) dem Bündnis beitreten. Die Aufgaben der Gesellschaft liegen unter anderem in der Verbesserung der touristischen und wirtschaftlichen Entwicklung dieser Region und der Koordinierung von Förderprojekten. Der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit kommt dabei eine große Bedeutung zu. Die Vertreter von Marianskolazensko stellten die Gesellschaft ausführlich vor. Im Anschluss wurden mögliche gemeinsame Projekte erörtert. So könnten etwa Planungen bezüglich des nicht motorisierten Verkehrs durchgeführt werden. Dazu zählt der Neu- und Ausbau von Radwegen auf tschechischer und deutscher Seite sowie die Errichtung von Langlaufloipen.

Fördermöglichkeiten

Klaus Meyer war insbesondere die Erschließung und touristische Vermarktung des Tillenbergs bei Neualbenreuth ein großes Anliegen. Hier bestehen im Zusammenwirken mit den tschechischen "Freunden des Tillenbergs" bereits mehrere konkrete Ansatzpunkte. Auch das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch auf Vereinsebene könnte zwischen beiden Ländern intensiviert werden. Wolfgang Kaiser wies auf die bestehenden Chancen durch die grenzüberschreitenden Fördermöglichkeiten hin, wie etwa das Kooperationsprogramm Ziel ETZ 2014 bis 2020, das durch die Europäische Kommission genehmigt wurde. Werden die strengen Kriterien erfüllt, könnten bis zu 85 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden. Für die Ikom Stiftland ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein wichtiges Handlungsfeld. Man werde deshalb gerne mit tschechischen Partnern wie der Marianskolazensko zusammenarbeiten. Das Projekt Tillenberg werde voraussichtlich eine Maßnahme des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes, das derzeit bei der Ikom erstellt wird. Die beiden Ikom-Vertreter hielten jedoch auch den Ausbau des Radwegenetzes und die Errichtung von Langlaufloipen auf deutscher und tschechischer Seiten für sehr interessante Ansätze.
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