Vor großen Herausforderungen

Ein "volles Haus" verzeichnete Bürgermeister Alfred Stier beim Neujahrsempfang in der neuen Turnhalle. Bild: jr
Lokales
Bärnau
14.01.2015
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Der Neujahrsempfang der Stadt gehört zu den wichtigen Terminen im Jahr. Nachdem der Empfang auch die erste Veranstaltung in der neuen Schulturnhalle war, wollte jeder dabei sein.

Nur alle zwei Jahre lädt die Stadt zum Neujahrsempfang ein. Am Sonntag platzte die Turnhalle nahezu aus allen Nähten, als Bürgermeister Alfred Stier zu seiner Rede ansetzte. Gestaltet wurde der Empfang von der 32-köpfigen Stadt- und Jugendblaskapelle "Grenzlandbuam" Bärnau. Mit festlicher Musik führten sie durch die gut zwei Stunden Neujahrsempfang.

Soziales Engagement

Bürgermeister Alfred Stier blickte auf die beiden vergangenen Jahre zurück, "was hat sich in unserer Großgemeinde Bärnau getan". Mit eines der wichtigsten Ereignisse, so Stier, sei im Januar 2013 die Gründung des Vereins "Nachbarschaftshilfe" gewesen. Der Verein hätte sich gegenseitiges Helfen, Solidarität und soziales Engagement auf seine Fahnen geschrieben. Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war laut Stier das 50-jährige Bestehen der "Grenzlandbuam", mit einem Massenchor am Marktplatz.

Ausführlich schilderte der Bürgermeister die Baumaßnahmen der zurückliegenden zwei Jahre. Dabei nahmen Straßenausbau- und Kanalbaumaßnahmen einen großen Anteil ein. Dank galt hier dem Städtischen Bauhof, die vor allem Straßenausbauverbesserungsmaßnahmen in Eigenregie durchführte. "Ein großartiger Erfolg war im vergangenen Jahr das Marktspectaculum, das erstmals unter der Federführung der Stadt Bärnau stattfand." Weiter erinnerte der Bürgermeister an die Typisierungsaktion für Jürgen Röckl. Im Dezember 2014 seien die ersten acht Asylbewerber nach Bärnau gekommen. Dank galt der Nachbarschaftshilfe, federführend dem Ehepaar Kellner und Josef Zant, die sich rührend um die Flüchtlinge annehmen.

Umgehung bald fertig

"Gigantisch" ist für den Bürgermeister der Baufortschritt der Ortsumgehung. Am 22. Juni vergangenen Jahres starteten die Arbeiten. "Jetzt brauchen sie noch sechs Wochen nach Arbeitsbeginn im Frühjahr, dann sind die Arbeiten abgeschlossen". Ausdrücklich betonte Stier, dass die Stadt alle Zuschüsse und Fördermöglichkeiten für die einzelnen Projekte abgerufen genommen hat. "All diese Investitionen von mehreren Millionen Euro konnten nur durch eine effiziente Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung und durch die große Geschlossenheit des Stadtrates erreicht werden", dankte der Bürgermeister. Ausblickend freute sich Stier, dass heuer das Gerätehaus der Feuerwehr Schwarzenbach seiner Bestimmung übergeben wird. Stier lobte die beispiellose Eigenregie der Schwarzenbacher Floriansjünger. Noch im Januar soll zudem das Heizwerk der Kommunal-GmbH in Betrieb gehen.

Als eine große Herausforderung bezeichnete Stier die Übertragung der Straßenbaulast, aufgrund der Ortsumgehung. "Da müssen wir alle an einem Strang ziehen, meine Stadträte", forderte er Gemeinsamkeit ein. Realisiert werden soll 2015 und 2016 der Anschluss des Gemeindegebietes ans schnelle Internet. Weiter wird die Dorferneuerung in Thanhausen nach vorne gebracht. Im Juni 2015 werde "800 Jahre Hofmark Thanhausen" gefeiert. Weiter werde das Rathaus in Bärnau Sitz der neuen "IKOM Stiftland".

Hilfe für Flüchtlinge

Bundestagsabgeordneter Reiner Meier erinnerte an seine Zeit als Lehrling bei der Stadtverwaltung. Dem Bürgermeister gratulierte er, dass er die Einweihung der neu sanierten Schulturnhalle und den Neujahrsempfang zusammengelegt hat. "Wieder Geld gespart", lobte Meier. Der Abgeordnete bat weiter um Hilfe und Unterstützung für die uns anvertrauten Flüchtlinge. "Was diese Menschen durchgemacht haben, wünsche ich niemanden von uns."

Bei dem Neujahrsempfang wurden zahlreiche Bürger für ihr Engagement ausgezeichnet. Die Jugendförderpreise erhielten 2014 die Feuerwehr Hohenthan und die Blaskapelle Thanhausen (Berichte folgt).
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