Zweisprachig mehr Gäste locken

Deutsche und tschechische Touristiker trafen sich im Geschichtspark. Diese Zusammenarbeit wird federführend organisiert von Vladislav Krumer, Geschäftsführer der MAS Zlatá Cesta (Zweiter von rechts), Dr. Benjamin Zeitler und Alfred Wolf vom Geschichtspark (Dritter und Zweiter von links). Bild: hfz
Lokales
Bärnau
06.11.2014
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Grenzenlos Urlaub machen: Dafür wollen die Touristiker am Grenzkamm noch bessere Voraussetzungen schaffen. Deswegen hat die Tourist-Info Bärnau ein gemeinsames Projekt mit der Leader-Arbeitsgruppe Zlatá Cesta (Goldene Straße) in Tachov angestoßen.

Um die nächsten Schritte zu besprechen, trafen sich deutsche und tschechische Akteure jetzt im Geschichtspark. An dieser Zusammenarbeit sind die Gemeinden der Bayerisch-Böhmischen Innovationsallianz (Mähring, Plößberg, Bärnau, Floß, Flossenbürg und Georgenberg) beteiligt. Auf tschechischer Seite sind es die Mitgliedsgemeinden der Gruppe Zlatá Cesta. Die Zusammenarbeit hat drei Ziele, wie Geschichtspark-Projektleiter Dr. Benjamin Zeitler feststellte: "Erstens sollen mehr Gäste in die Region gelenkt werden. Oftmals endet die touristische Werbung an der Grenze." Umso wichtiger sei ein gemeinsamer Auftritt, etwa durch eine zweisprachige Homepage, die den Teilnehmern schon mal vorgestellt wurde.

Auch will man die Informationen beiderseits der Grenze besser kommunizieren. Das regionale Fortbildungszentrum Revis mit Alexandra Hrusková an der Spitze arbeitet an einem gemeinsamen Reiseführer, der nicht nur Sehenswürdigkeiten in der Region, sondern auch Restaurants, Übernachtungsbetriebe und Freizeitmöglichkeiten nennt. So haben nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische eine Hilfestellung, wenn sie das jeweilige Nachbarland erkunden. Zu guter Letzt geht es um den Ausbau der Infrastruktur. Bei der Silberhütte und im Geschichtspark werden zweisprachige Tourist-Infopoints eingerichtet, für gemeinsame Sportveranstaltungen wird ein Zeitmess-System angeschafft.

Alfred Wolf, Bärnaus dritter Bürgermeister und Vorsitzender des Vereins Via Carolina, betonte, dass in den vergangenen 25 Jahren grenzüberschreitend schon viel geschaffen worden sei. Nun sei die Zeit reif, diese Aktivitäten deutlich besser zu vernetzen. Schließlich sei man von der Randlage ins Herz Europas gerückt. "Noch dazu haben wir das große Glück, in einer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft zu leben. Gerade auswärtige Gäste bestätigen dies immer wieder." Selbstbewusst und stolz müsse man das gemeinsam nach außen tragen, nach Deutschland, aber auch nach Tschechien.

Vladislav Kumer, der Geschäftsführer der MAS Zlatá Cesta, unterstrich die Bedeutung dieses Projekts als Startpunkt für die gemeinsame Vermarktung. Durch die EU-Förderung sei es möglich, erste Weichen zu stellen. In einem zweiten, größeren Projekt könne man dann die Region und auch die Aktivitäten deutlich erweitern. Benjamin Zeitler dankte den tschechischen Partnern, die dieses Projekt federführend organisieren. "Wir rücken immer mehr in immer vielfältigeren Bereichen zusammen", freute er sich über einen wichtigen Nebeneffekt.
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