Gesundheitsamt bestätigt Einschätzung des Gutachters
Handlungsbedarf beim Hallenbad

Politik
Bärnau
16.01.2016
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Bei der vorläufigen Schließung des Hallenbads bekommt die Stadt Bärnau "Rückenwind" durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag konnte Bürgermeister Alfred Stier von einer Stellungnahme des Amtes berichten. Darin wird die Auffassung des Gutachters geteilt, dass "unter innenraumhygienischen Gesichtspunkten und im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge Handlungsbedarf besteht".

Im jetzigen Zustand kann der Schwimmhallenbetrieb nicht mehr aufgenommen werden, schreibt das Landesamt. Von der Behörde wird das baubiologische Gutachten von Reiner Bäumler bestätigt. Aufgrund der Messergebnisse bestehe ein "deutlicher Anhalt für Schimmelpilzquellen im Hallenbad". Schimmelpilze sind prinzipiell in der Lage eine Reizung der Atemwege, Sensibilisierungen und allergische Reaktionen sowie Infektionen hervorzurufen.

Mehrheit gegen Häring


Nicht zum Zuge gekommen ist Hubert Häring (Christliche Freie Wählergemeinschaft) mit einem zusätzlichen Antrag. Häring wollte die Wärmelieferung der Kommunal GmbH an die Stadt auf den Prüfstand haben. Dabei störte Häring vor allem der um rund 80 Prozent zu hohe Preis im Vergleich zum Heizöl.

"Wir sind zu einer sparsamen Haushaltsführung angehalten", begründete Häring seinen Antrag. Auch störte den CFWG-Vertreter, dass der Bürgermeister ohne Einbindung des Stadtrats den Vorvertrag über die Wärmelieferung beschlossen hätte. "Das werde ich der Kommunalaufsicht weiterleiten", ergänzte Rudolf Schmid. Alfred Stier wollten den Punkt deshalb nicht auf der Sitzung am Donnerstag haben, weil demnächst eine Klausurtagung der "Stadt Bärnau Kommunal GmbH" anstehe. Zudem erinnerte der Bürgermeister, dass der Stadtrat 2013 mehrheitlich für den Bau des Hackschnitzelheizwerks gestimmt hätte.

Und eine Mehrheit aus CSU und Junger Wählergemeinschaft fand Stier auch bei der Abstimmung, ob der Antrag Härings auf die Tagesordnung der Sitzung soll. Die Mehrheit wandte sich dagegen (weiterer Bericht über die Sitzung folgt).
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