Stadtrat billigt Baumfällung
Sicherheitsrisiko wird beseitigt

Nach dem Bau der Umgehung macht die früherer Staatsstraße eine leichte Kurve aus Zufahrt für den Anschluss "Bärnau Ost". Ein Straßenbaum (Bildmitte) steht zu nahe an der Fahrbahn und soll deshalb auch entfernt werden. Zudem beschädigen die Wurzeln die Fahrbahn. Bild: ws
Politik
Bärnau
19.01.2016
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Aus Gründen der Verkehrssicherheit müssen die Bäume an den Straßen "zurücktreten". Bei einem "Sicherheitsaudit" zu Umgehung hat man jetzt in den Zufahrten Risiken durch zwei Bäume festgestellt. Per Motorsäge soll dieses Risiko beseitigt werden.

Beim Treffen in der vergangene Woche war der Stadtrat über die Vorgehensweise an den Anschlussstücken "Bärnau Mitte" und "Bärnau Ost" eher uneins. Während aus den Reihen von SPD und CFWG Stimmen gegen die Baumfällung kamen, war letztlich die Mehrheit aus CSU und JWG für die Beseitigung.

Konkret handelt es sich um zwei Bäume, die jetzt an den Anschlusstücken "Mitte" (am früheren Ortseingang aus Richtung Hermannsreuth) sowie nahe dem TSV-Sportplatz stehen. Dabei stehen die Bäume nach der Veränderung des alten Straßenverlaufs jetzt in leichten Kursenabschnitten. Nach den Richtlinien des Staatlichen Bauamts müssten die Bäume entweder entfernt oder mit Schutzplanken abgesichert werden. Bei einem Baum an der Zufahrt "Mitte" würde jedoch kaum Platz für eine Absicherung vorhanden sein. Die Entscheidung wollte das Amt der Stadt überlassen, hatte aber mitgeteilt, dass die Kosten für eine Entfernung übernommen würden.

Gottfried Beer von der SPD hielt eine Fällung der Bäume für übertrieben. In anderen Regionen werde dies nicht so gehandhabt. Auch Hubert Häring (CFWG) sprach sich dagegen aus. Auf den Anschlussstücken zur Umgehung müssten die Autofahrer sowieso langsamer fahren.

Unabhängige Kontrolleure


Bürgermeister Alfred Stier erläuterte zur Stellungnahme, dass die von einem unabhängigen Kontrolleur im Auftrag des Bauamtes vorgenommen wurde. Und die Unfallgefahr durch die nahe an der Straße stehenden Bäume wollte Stier nicht unterschätzen. Michael Schedl (CSU) kritisierte, dass etwa die Wurzeln des Baums am Anschlussstück "Ost" schon die Fahrbahndecke anheben würden. Roland Heldwein versprach sich von Schutzplanken wenig Erfolg. Gegen fünf Stimmen sprach sich die Mehrheit für eine Entfernung der Bäume aus.

Geschlossen, aber nicht ohne Anmerkungen billigte das Gremium die Jahresrechnung der Stadt für 2014. Im vergangenen Jahr ist ein Betrag von rund 13 700 Euro verblieben, der den Rücklagen zugeführt wird. Rudolf Schmid (CFWG) störte, dass bei Rechnungen über 20 000 Euro der Bürgermeister allein entschieden hätte. "Diese Summen muss der Stadtrat genehmigen", erinnerte Schmid an das Verfügungsrecht des Bürgermeisters nur bis 8000 Euro. Gottfried Beer monierte erneut die Abrechnung des Marktspectaculums. "Das darf nicht mehr so laufen", blickte er nach vorne. Bei den Bekanntgaben berichtete Stier von einem Vertrag der Stadt mit dem Staatlichen Bauamt. Nach der Fertigstellung der Ortsumgehung ist die frühere Staatsstraße durch Bärnau in die Baulast der Stadt übergegangen. Als Ersatzleistung gibt es dafür eine Ablösesumme von rund 517 000 Euro für die Instandsetzung. Der genaue Zeitpunkt der Arbeiten steht noch nicht fest.
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