Stadtrat kommt bei Hallenbad nicht weiter
Runder Tisch für sperriges Thema

Ein "runder Tisch" soll über nächste Schritte beim Hallenbad beraten. Dann könnte der Stadtrat im Juni über einen konkreten Antrag abstimmen.
Politik
Bärnau
13.05.2016
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Das Hallenbad ist weiterhin nicht in "trockenen Tüchern". Den Lösungsvorschlag von Hubert Häring, Bereiche der Technik zu erneuern, soll jetzt ein "runder Tisch" diskutieren. Kommt dabei nichts heraus, wird auch über ein Ratsbegehren nachgedacht.

Mangelndes Interesse an den Stadtratssitzungen braucht Bürgermeister Alfred Stier nicht beklagen. Auch am Donnerstag waren alle Besucherstühle belegt. Dafür sorgen zum einen die Themen, zum anderem aber auch die mitunter recht "lebendigen" Diskussionen. Oft stehen sich dabei Mehrheit und Opposition wenig versöhnlich gegenüber. Das jüngste Kapitel eröffnete Hubert Häring, beauftragt mit dem Thema "Hallenbad", mit einem eindringlichen Appell. "Das Hallenbad ist es wert, dass wir ihm eine Zukunft geben". Um eine Öffnung zur nächsten Saison zu erreichen, müssten laut dem CFWG-Stadtrat rund 97 000 Euro in eine neue Heizungsverteilung, Warmwasserbereitung und Regelung im Technikraum investiert werden. Mit Wärmerückgewinnung würden die Kosten auf rund 165 000 Euro steigen.

Durch einen Bestandsschutz bräuchte es keine weiteren Maßnahmen für den Brandschutz. Auch hielt Häring derzeit keine Ausgaben für Badewassertechnik oder Sanitärtechnik für erforderlich. Nachdem es sich um gebundene Stoffe handelt sieht der CFWG-Mann auch kein Risiko durch PCP (Pentachlorphenol) im Holzschutzmittel der Decke. Und eine erforderliche Bäderfachkraft könnte wohl auch gefunden werden, gab sich Häring in seinem Zwischenbericht zuversichtlich.

Engelbert Träger (CSU) brachte die Idee eines "runden Tisches" ins Gespräch, der am Ende einen konkreten Antrag für die nächste Stadtratssitzung ausarbeiten sollte. Roland Heldwein (CSU) sah in der aktuellen Information wenig Neues. Die vorgeschlagenen Maßnahmen würden wohl auch nur acht oder zehn Jahre halten. Überraschend kam durch Heldwein dann die Idee eines Ratsbegehren, sollte das Gremium keine Lösung finden. "Darauf komme ich gerne zurück", antwortete Häring. Auch Gottfried Beer (SPD) konnte sich diesen Weg vorstellen.

Personalfrage offen


Marco Donhauser (JWG) war der vorgelegte Bericht zu dürftig. Er vermisste weiter ein Betriebskonzept sowie genaue Aussagen zur Personalfrage. Alfred Stier fürchtete, dass weitere Investitionen in das über 40 Jahre alte Hallenbad folgen würden, gerade im Bereich der Filtertechnik. Notwendig sei es zudem, die Fördermöglichkeiten auszuloten. Im Kommunalinvestitionsprogramm jedenfalls ist die Hallenbadsanierung nicht berücksichtigt worden.

Am "runden Tisch" wollen die Stadträte am Mittwoch, 25. Mai, nach einer Lösung suchen und im besten Fall einen Antrag ausarbeiten. Der könnte dann im Juni zur Abstimmung im Stadtrat vorgelegt werden. Das Treffen am 25. Mai um 19 Uhr im Rathaus ist übrigens öffentlich.
Das Hallenbad ist es wert, dass wir ihm eine Zukunft geben.Hubert Häring (CFWG)
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