Getreu den Richtlinien

Sport
Bärnau
13.09.2016
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Der Weg nach Beierfeld wird an der Umgehung nicht zu finden sein. Und das ist laut Landratsamts durchaus in Ordnung.

Abgelehnt hat das Landratsamt einen Antrag auf eine ergänzende Beschilderung nach Hermannsreuth und Beierfeld an der Umgehungsstraße an der Abzweigung "Bärnau Mitte/Mähring". Bürgermeister Alfred Stier verlas bei der Stadtratssitzung den Brief des Landratsamtes. Darin wird darauf verwiesen, dass die wegweisende Beschilderung an Straßen "begreifbar und leicht verständlich" sein müsse. Die Beschilderung soll bei den vorherrschenden Geschwindigkeiten schnell erfasst werden. Insoweit seien die Anforderungen zur Gestaltung der Beschilderung sehr restriktiv. Die Anzahl der aufzunehmenden Zielangaben sei aus informations- und beschilderungstechnischen Gründen auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken.

Klare Vorgaben


Außerorts solle pro Richtung nur ein Fernziel und ein Nahziel angezeigt werden. Die Ziel- und Namenswahl erfolgt ausschließlich nach verkehrlichen Erfordernissen, so im Schreiben des Landratsamtes. Eine Wegweisung zu einzelnen Ortsteilen über das überörtliche Straßennetz, wie hier Beierfeld und Hermannsreuth als Ortsteile von Bärnau, sei deshalb nicht möglich. Die vorhandene Wegweisung entspreche den einschlägigen Regelungen zur wegweisenden Beschilderung, so im Schreiben.

Stadtrat Johannes Dill (SPD) wollte das so nicht akzeptieren: "Bei allen Respekt vor der Bürokratie, diesen Herrn möchte ich mal gerne persönlich kennenlernen. Wenn das die Politik des Landratsamtes ist, dann stellen sich mir die Haare auf". Hubert Häring (CFWG) zu dieser Ablehnung: "Es ist unverständlich und für den normalen Bürger nicht nachvollziehbar". Alfred Wolf (JWG) dazu: "Bürgernähe bedeutet, sich auch mal über Richtlinien hinwegsetzen".

Konventionalstrafe


In seinem "Bürgermeisterbericht" verwies Bürgermeister Stier unter anderem darauf, dass sich der Breitband-Ausbau weiter verzögere. Das Unternehmen werde wohl um eine Konventionalstrafe nicht herumkommen. Stier verwies in diesem Zusammenhang auf die Tatsache, dass Bärnau als eine der ersten Gemeinden den Förderbescheid für den Breitbandausbau erhalten habe.

Bürgernähe bedeutet, sich auch mal über Richtlinien hinwegsetzen.Alfred Wolf (JWG)
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