Planungen wieder in Schwung

Sport
Bärnau
12.11.2016
54
0

Das Ziel ist unverändert: Bärnau will bei den Windrädern einen "Wildwuchs" verhindern. Nach der Pause, die durch die Entwicklung bei der 10-H-Regelung eingelegt wurde, soll die ursprüngliche Planung fortgesetzt werden. Freilich werden die Neuerungen mit eingearbeitet.

Planer Peter Markert war am Donnerstag in den Stadtrat gekommen, um den weiteren Weg zu erfragen. Vor gut sechs Jahren hatte die Stadt begonnen, die Windkraft im Gemeindegebiet zu "ordnen". Aufgrund der Privilegierung, die seit 1997 den Bau von Windrädern erleichtert, wollte man in der sehr windreichen Region eine Vielzahl von Anlagen verhindern. Rund 100 000 Euro sind in die Planung bislang geflossen, die am Ende gut 100 Hektar im Norden zwischen Ellenfeld und Hermannsreuth ergeben haben.

Naturschutzamt dagegen


Fertig ist der Flächennutzungsplan mit den Konzentrationsgebieten allerdings noch nicht. Nach der Diskussion über die 10-H-Regelung (Windräder müssen das Zehnfache ihre Höhe als Abstand zur Wohnbebauung einhalten) wurde beim Verfahren eine Pause eingelegt. Zwischenzeitlich ist die 10-H-Regelung Bestandteil der Bayerischen Bauordnung. "Wie soll es weitergehen", fragte Markert deshalb die Stadträte . Dabei wusste der Diplom-Ingenieur auch, dass seitens der Naturschutzbehörde die angepeilten Flächen abgelehnt würden. Angesichts der neuen Erkenntnisse und Vorgaben brachte Markert sogar einen Stopp der Planungen ins Gespräch. "Sollen wir einen Reset-Knopf drücken", fragte Markert. Für Hubert Häring (Christliche Freie Wählergemeinschaft) hat sich nichts geändert. Noch immer wolle man den Wildwuchs beim Bau von Anlagen verhindern. "Und die Naturschutzbehörde ist immer dagegen", beschrieb Häring die Haltung dieser Stelle. Auch Alfred Wolf (Junge Wählergemeinschaft) plädierte dafür, den begonnenen Weg zu Ende zu führen. Ohne Konzentrationsfläche, so Gottfried Beer (SPD), wäre das ganze Gemeindegebiet für Windräder frei. Gerade die guten Windverhältnisse bestätigte auch Planer Markert. So weisen die schlechtesten Bereiche schon 5,5 Meter pro Sekunde auf. "Das ist in München der Spitzenwert", so der Diplom-Ingenieur. In Bärnau lägen die Top-Werte bei 7,7 Meter pro Sekunde (100 Meter über Grund). Am Ende war sich das Gremium einig, die begonnenen Planungen fortzusetzen. Dabei muss natürlich auch die jetzt geltende 10-H-Regelung eingearbeitet werden. Damit wird auch eine weitere Auslegung des Flächennutzungsplanes nötig.

Nicht im Regionalplan


Bei der Sitzung wunderte sich Gottfried Beer einmal mehr, dass die geplanten Konzentrationsflächen der Stadt nicht im Regionalplan berücksichtigt würden. Könnte der Regionalplan unsere Planungen "stechen", fragte der SPD-Mann. Entscheidend sei, wer schneller ist, so Markert.

Schneller war in der Zwischenzeit die Realität: Der Stadt sind aktuelle Planungen bekannt, für Windräder im Bereich Stöberlhof und Steinberg.

Die Naturschutzbehörde ist immer dagegen.Hubert Häring (CFWG) zur Suche nach geeigneten Flächen für Windräder
Weitere Beiträge zu den Themen: Stadtrat Bärnau (28)Windrad-Planungen (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.