3840 Festmeter Holz geerntet
Beim Hiebsatz nicht zugeschlagen

Trotz niedrigerem Holzpreis kann die Stadt Bärnau in ihrem Wald noch etwas verdienen. Im vergangenen Jahr brachten 3840 Festmeter einen Erlös von 110 300 Euro, Bild: Schirmer
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Bärnau
18.04.2016
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Stefan Gradl (rechts) ist der neue Förster für den Wald der Kommunal GmbH. Bürgermeister Alfred Stier begrüßte den neuen Mann. Günter Mayr (links) ist weiter für den Stadtwald zuständig. Bild: ws

Der sinkende Holzpreis lässt grüßen: Zwar machen Stadt und Kommunal GmbH mit dem Wald noch Kasse, allerdings sinkt der Erlös. Freilich sind auch rund 550 Festmeter weniger geschlagen worden.

Gute Zahlen hatte Forstamtmann Günter Mayr zur Stadtratssitzung am Donnerstag mitgebracht. Bei einem Gesamteinschlag auf den Holzböden der Stadt (413 Hektar) und der Stadt Bärnau Kommunal GmbH (145 Hektar) von 3840 Festmeter verblieb am Ende ein Erlös von 110 300 Euro, davon 33 000 Euro bei der SBK. 2014 verzeichnete der Bericht Mayrs noch eine Holzmenge von 4386 Festmetern und damit eine leichte Überschreitung des Hiebsatzes von 4000 Festmetern.

1265 Ster Brennholz


Gut 3000 Festmeter Holz sind laut Mayr im Stadtwald "geerntet" worden, davon rund 40 Prozent mit dem Harvester. Die Gesamtmenge von 3840 Festmetern beinhaltet 1265 Ster Brennholz. Die Arbeiter der Stadt notierten rund 1600 Stunden im Wald und 1230 Stunden für den Bauhof. Nur 168 Stunden seien noch für den Winterdienst angefallen. Damit verdeutlichte Mayr auch die Besonderheiten des vergangenen Jahres, nämlich fast keine Sturm- und Schneebruchschäden im Wald. Die Trockenheit im Sommer hätte jedoch zu einem starken Borkenkäferbefall geführt, unterstrich der Forstamtmann.

Im Jahresbetriebsnachweis vermerkte Mayr weiter einen Rückgang beim Holzpreis. So sank der Preis für Fichten (2b B) von 102 auf 85 Euro je Festmeter. Ein wichtiger Faktor für den Wald sind laut Mayr auch die Selbstwerber, gerade bei der Pflege der Flächen. So werde von den Selbstwerbern für den Ster im Durchschnitt 5,50 Euro verlangt, ab Waldrand 25 bis 28 Euro. Für das Rechtholz in Selbstwerbung verlangt die Stadt nichts, ab Waldrand 20 Euro.

Hackgut positiv


Zum Punkt "Hackgut" angesprochen zog Mayr eine positive Bilanz. Nachdem es Abnehmer (Hackschnitzelheizwerk) gebe, würde sich dieses zusätzliche Sortiment auch stabilisierend auf den Spanholzpreis auswirken. Früher sei viel Restholz im Wald verblieben, das ist jetzt nicht mehr der Fall. "Der Wald sieht besser aus", konstatierte Mayr. Zudem würde sich auch der kurze Lieferweg auswirken. "Es ist kein Draufzahlgeschäft mehr", beschrieb der Forstamtmann diesen Bereich.

Jungwuchspflege


Im laufenden Jahr soll laut Mayr die Holzernte verstärkt über die Vorausverjüngung erfolgen. Zudem steht die Jungwuchspflege in den Fichtenbereichen im Plan. Für die Arbeiten werden neben den Waldarbeitern auch ein Maschinenring-Trupp eingesetzt.

"Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden", formulierte Bürgermeister Alfred Stier die Meinung des Gremiums, das dem Jahresbetriebsnachweis 2015 und dem Jahresbetriebsplan 2016 für den Stadtwald geschlossen die Zustimmung erteilte.

Neuer Förster für Wald der Kommunal GmbH145 Hektar hat Bärnau der eigenen Kommunal GmbH (SBK)aus dem Stadtwald abgetreten. Für die Betreuung dieser Fläche durch die Forstbetriebsgemeinschaft Tirschenreuth (FBG) ist Forstamtmann Günter Mayr nicht zuständig. Michael Prösl war dafür tätig, ist aber seit 1. April Servicestellenleiter beim Forstbetrieb Waldsassen. Jetzt hat die Forstbetriebsgemeinschaft einen neuen Forstingenieur eingestellt. Der neue Mann bei der FBG ist der Tirschenreuther Stefan Gradl, der an der TU Dresden Forstwissenschaften studiert hat. Von November 2015 bis Februar 2016 war der 26-Jährige am Forstbetrieb Waldsassen und arbeitet seit März bei der FBG. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die Bewirtschaftung des Tirschenreuther Stadtwaldes und jetzt auch der Flächen der Kommunal GmbH. Für die restlichen 435 Hektar Stadtwald ist weiter Günter Mayr vom Forstrevier Gebhardtshöhe zuständig. Bis zur Pensionierung, mit der Mayr 2019 rechnet, will er diese Arbeit weiter ausüben.
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