Auftakt der Feuerwehr-Aktionswoche
Nützen, aber nicht ausnützen

"Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit. Komm hilf mit!" heißt das Motto der Feuerwehr-Aktionswoche. Der Auftakt in Schwarzenbach war sehr gut besucht, auch wenn die Übungen ins Wasser fielen. Bild: kro
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Bärnau
21.09.2016
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"Wir können unsere ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden fordern, wir dürfen sie nur nicht überfordern." Zitat: Kreisbrandrat Andreas Wührl

Die Feuerwehren sind bereit, wenn es zur Katastrophe kommt. Das wollten sie auch am Sonntag bei der Auftaktveranstaltung beweisen. Aber die ist sprichwörtlich ins Wasser gefallen.

Schwarzenbach. Das neue Feuerwehrhaus der Brandschützer in Schwarzenbach konnte all die vielen Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis kaum aufnehmen. So viele Aktive demonstrierten ihre Verbundenheit. Die geplanten Vorführungen aber fielen dem schlechten Wetter zum Opfer. Dafür konnten eine große Anzahl von modernst ausgestatteten Feuerwehr- und BRK-Fahrzeugen besichtigt werden.

2. Bürgermeister Michael Schedl verwies auf die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr, auch im gesellschaftliche Leben einer Gemeinde. Großes Lob zollte er auch feiner engagierten Nachwuchsarbeit. Die finanzielle Unterstützung sei nicht nur eine Pflichtaufgabe der Städte und Gemeinden, diese Investitionen seien Investitionen in eine positive Zukunft. Kreisbrandrat Andreas Wührl erinnerte an die schrecklichen Bilder von den Überschwemmungen und Schlammlawinen in einigen Teilen Bayerns, als innerhalb weniger Minuten viele Menschen ihr Hab und Gut verloren und auch Tote zu beklagen waren.

Klimawandel schuld


Die Feuerwehren im Landkreis Tirschenreuth wurden zwar zu keinem überörtlichen Hochwassereinsatz gerufen, dennoch waren sie bei insgesamt 30 Unwettereinsätzen mit 349 Aktiven unterwegs und leisteten 849 Stunden. Wührl führte diese Unwetter vor allem auf den Klimawandel zurück. Deshalb habe der Landesfeuerwehrverband Bayern die diesjährige Kampagne unter das Motto "Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit. Komm, hilf mit!" gestellt. Dabei seien die Naturkatastrophen provokativ als Monster dargestellt worden.

Um diese Monster bezwingen zu können, seien freiwillige und bestens ausgebildete Mitglieder in den Feuerwehren nötig. Mit dieser neuen Kampagne wolle die Feuerwehr auf das breite Aufgabengebiet im Katastrophenschutz aufmerksam machen. Zudem sei der Aufruf "Komm hilf mit" eine Einladung an alle interessierten Bürger, sich in der Feuerwehr zu engagieren.

Die diesjährige Feuerwehr-Aktionswoche stelle besonders das Ehrenamt in den Mittelpunkt und wolle damit zeigen, dass sich bereits seit Jahrzehnten Frauen und Männer um die Sicherheit aller Bürger kümmern. Im Landkreis Tirschenreuth gebe es rund 4000 Aktive, die rund um die Uhr einsatzbereit seien. Für die überörtliche Hilfe sei eine Hilfeleistungskontigent aufgestellt worden, das innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit sei. Die Feuerwehr Kemnath erhalte in naher Zukunft ein Hochwassermodul mit einem Versorgungs-Lkw und Material, das auf elf Rollcontainer verteilt sei.

Erfahrung und Wissen


Doch alles technische Gerät helfe nichts, wenn nicht Frauen und Männer sich ehrenamtlich zur Verfügung stellten. "Wir können unsere ehrenamtliche Feuerwehrdienstleistenden fordern, wir dürfen sie nur nicht überfordern. Es gibt noch Potenzial für die Gewinnung von neuen aktiven Mitgliedern. Wir müssen die Erfahrung und das Wissen unserer 104 Feuerwehren nützen. Wir dürfen unsere Feuerwehren aber auch nicht ausnützen".

Wir können unsere ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden fordern, wir dürfen sie nur nicht überfordern.Kreisbrandrat Andreas Wührl
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