Bayerisch-tschechisches Nachbarschaftsforum gegründet
"Modellcharakter"

"Grenze verbindet" - unter diesem Motto stand eine grenzüberschreitende Tagung mit mehr als 30 Teilnehmern im Geschichtspark Bärnau-Tachov. Mit der Gründung eines Nachbarschaftsforums wurden die Weichen für eine professionellere Zusammenarbeit gestellt. Bild: awo
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Bärnau
29.03.2016
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Auf eine gute Nachbarschaft: Die Weichen für eine verbesserte grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind gestellt. Mit der Gründung eines bayerisch-tschechischen Nachbarschaftsforums wurde der zweitägige Workshop "Grenze verbindet" in der Knopfstadt erfolgreich beendet. Etwa 30 Akteure aus dem bayerisch-tschechischen Grenzraum berieten zwei Tage lang darüber, wie ein gemeinsames Regionsbewusstsein entwickelt und professionellere Strukturen der Zusammenarbeit, vor allem auch im ehrenamtlichen Bereich, geschaffen werden können.

Die Grenzregionen haben noch einen langen Weg vor sich, bevor eine starke grenzüberschreitende Bürgergesellschaft selbstverständlich sein wird. Dabei können die Akteure schon auf viele gelungene Aktionen und Projekte zurückblicken.

Strukturen fehlen


Rainer Christoph vom Verein "Goldene Straße" aus Altenstadt/WN stellte in seinem Vortrag die vielfältigen jahrzehntelangen Bemühungen im schulischen und kulturellen Bereich heraus. Ingrid Leser beleuchtete viele kleine und große Ereignisse seit der Grenzöffnung 1990. "Das Interesse der Zusammenarbeit ist da", betonte der Vorsitzende des Vereins "Terra Tachovia", Roman Soukup aus Tachov. Leider fehle es oft an notwendigen Strukturen, der Kommunikation und der Öffentlichkeitsarbeit. Alfred Wolf, Vorsitzender des Vereins "Via Carolina", sah es denn als wichtigste Aufgabe an, den vielfältigen Aktivitäten eine nachhaltige Struktur und eine zukunftsfähige Plattform zu bieten.

Weiteres Treffen im Mai


Als Fazit des zweitägigen Workshops konnte die Gründung des bayerisch-tschechischen Nachbarschaftsforums vermeldet werden. Die Erstellung einer Kontaktbörse mit allen teilnehmenden Workshop-Akteuren mit einer Differenzierung der Schwerpunkte sowie die Vorbereitung eines zweiten Treffens am 28. Mai in Tachov wurden vereinbart. Mit den Themen Kultur, Tourismus und Bildung wurden die wichtigsten Säulen festgelegt. Ziel ist auch ein bayerisch-tschechischer Newsletter, der über die teilnehmenden Akteure möglichst zielorientiert viele Nutzer erreichen soll.

Oliver Engelhardt vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, der den Workshop "Grenze verbindet" finanziell unterstützte, zeigte sich erfreut über die große Resonanz und die zielführenden Diskussionen. Engelhardt sah in den sich anbahnenden Entwicklungen sogar einen Modellcharakter für andere Regionen an der deutsch-tschechischen Grenze.
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