Besucher der Altenstube besichtigen Stadtarchiv in den Räumen der früheren Grundschule - Blick ...
Altenstube besichtigt Stadtarchiv

Josef Rösch (rechts) ließ die Gäste der Altenstube einen Blick in die alten Dokumente werfen. Die Besucher konnten dabei auch ihre Kenntnisse der alten deutschen Schrift nutzen und boten Josef Rösch ihre Hilfe beim Lesen der alten Texte an. Bild: Privat
Vermischtes
Bärnau
21.05.2016
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Einen interessanten Nachmittag erlebten die Besucher der BRK-Altenstube bei der Erkundung des Stadtarchivs. Der ehrenamtliche Archivar Josef Rösch erklärte zunächst den Gästen Sinn und Zweck eines Archivs und was dort alles aufbewahrt wird. Und natürlich auch den langen Weg des Stadtarchivs bis der geeignete Platz gefunden war: Von diversen Kellern und Dachböden über die Räume im ehemaligen alten Schloss bis es heute endlich in den geeigneten Räumen der früheren Grundschule in zwei Räumen seine endgültige Heimat gefunden hat.

Schutzvorhänge


Die Stadt Bärnau investierte einiges für Regale und Schränke, Ablagekisten und Schutzvorhänge, um die alten Papiere durch den Lichteinfall nicht zu schädigen. Josef Rösch hat in kurzer Zeit die wichtigsten Protokolle und Akten sortiert, doch hängt noch viel Arbeit dran, um alles so zu erledigen, wie er selber es gerne hätte. In seinem Vortrag konnte man erkennen, mit welchen Herzblut er bei der Arbeit ist. Für die Gäste hatte Rösch aber auch einen praktischen Teil parat. Dabei zog er seine weißen Handschuhe an, um ja kein Papier zu beschädigen und zeigte wertvolle Dokumente und Protokolle, interessante Stempel und Siegel, als ganz besonderen Schatz. So reizte es die Besucher, auch mal in den Chroniken zu lesen und zu testen wie sehr sie noch mit der deutschen Schrift umgehen können. Die Gäste boten dem Archivar auch an, beim Lesen der Akten behilflich zu sein.

Erinnerungen aufnehmen


In der anschließenden Kaffeestunde im Altstadtcafé gab es noch viel Gesprächsstoff zur Geschichte. So etwa berichteten einige Damen von einem großen Lazarett in Bärnau, wo sie als Schulmädchen eingeteilt waren, täglich zu zweit die blinden Soldaten an die frische Luft zu führen. Es wurde beschlossen, bei nächster Gelegenheit eine Gesprächsrunde aufzunehmen und diese Erfahrungen auch als Dokument festzuhalten.
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