Ellenfelder Windräder erzielen trotz mäßigen Windaufkommens auch 2015 gutes Ergebnis - ...
Strom für eine ganze Stadt

Vermischtes
Bärnau
22.07.2016
33
0

Neun Millionen Kilowattstunden Strom haben die beiden großen Windräder bei Ellenfeld 2015 erzeugt. Und das, obwohl das Windaufkommen im Vergleich zum Durchschnitt der zurückliegenden 20 Jahren eher mäßig war. Die Energiemenge würde reichen, um fast das gesamte Stadtgebiet von Bärnau ein Jahr mit Strom zu versorgen. Damit haben diese Anlagen einen wichtigen Beitrag vor Ort zur Minderung der Gefahren durch die Atomenergie und den Klimawandel geleistet, so eine Aussage bei der Gesellschafterversammlung der Bürgerwindpark Ellenfeld GmbH & Co. KG (BWP).

Der Strom aus den Ellenfelder Anlagen, die im Herbst 2013 in Betrieb gegangen sind, wird zur Förderung der Energiewende nach dem Gesetz für Erneuerbare Energien (EEG) mit ca. 9,3 Cent je Kilowattstunde vergütet. Aufgrund des technischen Fortschritts wird Strom aus Windenergie immer billiger, so die Erklärung. Deshalb werde die Vergütung neuer Anlagen stetig sinken; etwa bei Inbetriebnahme Anfang 2017 auf ca. 8,4 Cent je Kilowattstunde. Neue Gas-, Kohle- oder gar Atomkraftwerke kalkulieren hingegen mit Vergütungen über 10 Cent. Photovoltaik und Windkraft sind also auf gutem Weg, zu den preiswertesten Kraftwerken zu werden, heißt es in der Erklärung zur Gesellschafterversammlung.

Auch die 81 Beteiligten am Bürgerwindpark Ellenfeld, die fast alle vor Ort zu Hause sind, könnten sich freuen. Trotz des mäßigen Windjahres führte der gute Betriebsverlauf auch in 2015 zu einer erneuten Ausschüttung, dieses Mal in Höhe von 7 Prozent. Wer sich etwa mit 5000 Euro beteiligt hat, bekommt für 2015 350 Euro Ausschüttung. Vorgelegt wurden bei dem Treffen auch Zahlen zur Gewerbesteuer, die an die Stadt Bärnau abgeführt wird. Waren es in 2013 knapp 12 800 Euro und in 2014 2 200 Euro, so werden in 2015 rund 9300 Euro der Stadt zu Gute kommen. In den kommenden Jahren wird diese Abgabe stetig ansteigen.

Freiwillige Maßnahmen


Die Betreibergesellschaft hätte sich auch wieder gemeinnützig betätigt. So wurde Ellenfeld bei der Erneuerung des Spielplatzes mit 1200 Euro unterstützt. Zudem ist die Betreibergesellschaft bemüht, die Auswirkungen für die Anwohner möglichst gering halten. So ist etwa Mitte vergangenen Jahres, trotz nachgewiesener Einhaltung der Grenzwerte im Rahmen einer vom Landratsamt betreuten Messung in Ellenfeld und Ahornberg, im Rahmen einer freiwilligen Maßnahme ein hoher fünfstelliger Betrag für die Anbringung von Zackenbändern an den Flügeln der beiden großen Windkraftanlagen aufgewandt worden.

Dies führe dazu, dass die bei manchen Windsituationen aufgetretenen Störgeräusche deutlich geringer ausfallen; außerdem konnte auch der Summen-Schallpegel deutlich abgesenkt werden. Damit werde ein technischer Stand erreicht, der weit über das hinausgeht, was laut Genehmigungsbehörde notwendig ist.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.