Finanzen gemeinsam stemmen
Jahreshauptversammlung des Förderkreises Silberhütte

Es gab und es gibt viel zu tun beim Förderverein für das Skilanglaufzentrum Silberhütte. Dem Team an der Spitze mit Rudi Pannrucker, Manfred Gleißner, Alfred Schöberl und Gustl Bauer (von links) liegt die Zukunftsfähigkeit am Herzen. Bild: nm
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Bärnau
17.01.2016
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Das Skilanglaufzentrum Silberhütte zukunftssicher machen, dieser Aspekt stand im Fokus der Jahreshauptversammlung des Förderkreises. Neben dem Sport spielten am Freitag vor allem die Finanzen eine Rolle.

Silberhütte. Vorsitzender Rudi Pannrucker erinnerte zu Beginn der Zusammenkunft an vergangene Zeiten. "Auf den Tag genau vor 40 Jahren gab es erste Gespräche mit dem Forst als Grundstückseigentümer und mit dem damaligen Skigau Oberpfalz. Bereits im Oktober wurde ein Vertrag unterschrieben."

Inzwischen hat sich das Bild gründlich gewandelt. Am Fuß des Entenbühls entstand eine überregional renommierte Freizeitanlage. Die technische Ausrüstung nimmt ganz andere Dimensionen an. Aktuell gehören 900 Mitglieder dem Förderkreis an.

Fakten auf den Tisch


64 von ihnen erwarteten mit Spannung den Bericht von Gustl Bauer. Der Kassier ließ Zahlen sprechen. Die wiesen für 2015 mit rund 170 000 Euro an Einnahmen und Ausgaben ein leichtes Plus von 428 Euro aus. "Allerdings sind darin Investitionen enthalten. Nimmt man sich nur den Skibetrieb vor, sieht das anders aus. Dann gibt es bei 80 000 Euro Einnahmen und 105 000 Euro Ausgaben ein Minus von 25 000 Euro." Von einem solchen Ergebnis werde auch in Zukunft auszugehen sein: "Hinzu kommen noch 25 000 Euro Abschreibungen. Die dürfen im Hinblick auf Ersatzbeschaffungen und Großreparaturen nicht außen vor bleiben."

Belastung verteilen


"Uns ist das bewusst, und wir arbeiten daran", warf Pannrucker einen Blick in die Zukunft. Gemeinsam mit Manfred Gleißner warb er eindringlich für eine Verbundlösung mit den Landkreisen Tirschenreuth und Neustadt, der Stadt Weiden und den beteiligten Kommunen. Nur miteinander lasse sich die finanzielle Herausforderung bewältigen.

Dann falle für alle Beteiligten die Belastung auch erträglich aus. "Das Skilanglaufzentrum kommt der gesamten Region zugute. Das gilt nicht nur im Winter. Wir haben die Voraussetzungen dafür geschaffen, die Silberhütte zur Ganzjahresattraktion werden zu lassen." Als konkretes Beispiel wurde die neue Laser-Biathlonanlage genannt, die auch im Sommer zur Verfügung steht.

Eine auf der Wunschliste stehende Rollerbahn würde zusätzlich dazu beitragen. "Die bisherigen gewaltigen Investitionen haben die Mitglieder nicht belastet", blickte Gleißner zurück. Finanziert wurden sie durch öffentliche Zuschüsse und eine halbe Million Euro Spenden. "Die kommen von Menschen mit einem großen Herzen für die Heimat." Nicht vergessen wurden die treuen Mitglieder, beteiligte Vereine und die Schar an Helfern. "Nur so kann es das ausgezeichnete Freizeitangebot zum Nulltarif geben."

Für einen Kommunalverbund sprachen sich auch der Bärnauer Bürgermeister Alfred Stier, Bürgermeister Lothar Müller aus Plößberg und das Flossenbürger Gemeindeoberhaupt Thomas Meiler aus. Mit dabei war dritte Bürgermeisterin Rita Rosner aus Floß. Gemeinsam müsse sich ein Weg finden lassen, das jährlich anfallende 50 000-Euro-Defizit zu neutralisieren.

Geld spielte auch eine Rolle, als Stier eine Forderung der Stadt Bärnau in Höhe von 24 000 Euro zur Sprache brachte. Konkret geht es um den Herstellungsbeitrag für eine Versorgungsleitung. Pannrucker blockte mit "Das ist kein Thema für diesen Abend, sondern für laufende Gespräche" ab.
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