Fischen wie im Mittelalter

Wie funktioniert das Fischen mit einem Speer? Dies und noch viel mehr erfuhren die Besucher am Samstag im Geschichtspark Bärnau-Tachov.
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Bärnau
04.10.2016
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Ein besonderes Spektakel gab es im Geschichtspark Bärnau-Tachov zu erleben: Dort stieg bei strahlendem Sonnenschein das Fest "Fisch im Mittelalter".

Zahlreiche Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung nutzten die Gelegenheit, sich im und vor dem Geschichtspark über das Leben im Mittelalter zu informieren. Natürlich durften die Gäste auch selbst tätig werden und etwa mit dem Fischspeer auf die Jagd nach (künstlichen) Fischen gehen. Durch die Unterstützung heimischer Fischereibetriebe war es aber auch möglich, lebendige Fische aus der Nähe zu betrachten. Gleichzeitig konnte man erfahren, was ein Fischkasten ist, erlebte einen mittelalterlichen Räucherofen in Aktion, lernte allerhand über Fanggeräte, Netze und Netzsenker und konnte zuschauen, wie eine Reuse aus Weidengeflecht gesetzt wird.

Das mittelalterliche Alltagsleben in den Häusern war anhand vieler Handarbeiten und durch authentische Trachten hautnah zu erleben. Gut "beschützt" waren die Besucher von Soldaten, die ausgestattet mit eisernen Kettenhemden, Helmen und Speeren auf der Turmhügelburg patrouillierten. Weil auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen durfte, gab es vor dem Museum Steckerl- und Räucherfisch sowie weitere Leckereien aus heimischen Gewässern. Untermalt wurde dies mit traditioneller böhmischer Musik eines Quartetts aus Domažlice. Am Ende sprachen die Verantwortlichen von einem gelungenen Fest. Der neue große Backofen wird übrigens beim Herbstfest am 22. und 23. Oktober eingeweiht. "Bis dahin sollte er trocken geheizt sein", wie es hieß.
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