Geschichtspark mit Zukunft

Beeindruckt war Grünen-Abgeordneter Jürgen Mistol (links) von den Zukunftsplänen des Geschichtsparks. Laut dem wissenschaftlichen Leiter Stefan Wolters wird ein Netzwerk für experimentelle Archäologie geschaffen. Beteiligt seien die Universitäten Bamberg, Pilsen und Prag. Bild: hfz
Vermischtes
Bärnau
14.07.2016
39
0

Der Geschichtspark Bärnau-Tachov hat schon viele Besucher beeindruckt. Einer davon ist Landtagsabgeordneter Jürgen Mistol. Dessen "Zeitreise ins Mittelalter" kann dem Projekt aber auch mehr Zukunft bescheren.

"Ich freue mich, dass es mit dem Besuch geklappt hat, denn ich habe schon viel Positives über das Projekt gehört", betonte Jürgen Mistol, Grünen-Landtagsabgeordneter aus der Oberpfalz, beim Aufenthalt im Geschichtspark Bärnau-Tachov. Besonders beeindruckt haben Mistol das große ehrenamtliche Engagement vor Ort, die wissenschaftlich fundierte Ausstellung und die Zusammenarbeit mit Tschechien.

Mit solchen Projekten und einem solchen Engagement schaffe man Perspektiven für Regionen, die vom wirtschaftlichen Wandel herausgefordert sind, wie Bärnau vom Niedergang der Knopfindustrie. Der Geschichtspark als größtes archäologisches Freilichtmuseum in Deutschland bringe Bärnau und der gesamten Region Aufmerksamkeit und wirkt laut Mistol positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort.

"Man merkt, dass hier die Menschen vor Ort mit Wissenschaftlern gemeinsam etwas auf die Beine gestellt haben, das ist ein Ansatz, der sich bewährt hat und von Erfolg gekrönt ist", so der Abgeordnete. Das von einem Verein getragene Museum könnte ohne den wissenschaftlichen Beirat und die 600 ehrenamtlich engagierten Vereinsmitglieder in dieser Qualität nicht funktionieren. Die EU-Anschubfinanzierung ist seit drei Jahren ausgelaufen und das Museum trägt sich selbst. "Eine beachtliche Leistung", lobt der Abgeordnete.

Experimentelle Archäologie


Und die zukünftigen Pläne, die Stefan Wolters, der wissenschaftliche Leiter des Geschichtsparks, vorstellte, seien genauso beeindruckend. Über Landesgrenzen hinaus soll mit den Universitäten Bamberg, Pilsen und Prag ein Netzwerk für die experimentelle Archäologie geschaffen werden, das seinesgleichen in Europa sucht. Mit Angeboten für die studentische Ausbildung, Workshops für Schulen und interessierte Laien aus Deutschland und Tschechien wird ein wissenschaftlich fundiertes Angebot mit großer Breitenwirkung geschaffen. Einen Beitrag dazu leisten auch ganz aktuell die Projekte des Geschichtsparks innerhalb der Bayerischen Landesausstellung "Karl IV". "Ich bin bestimmt nicht das letzte Mal im Geschichtspark gewesen", verabschiedete sich Jürgen Mistol.
Weitere Beiträge zu den Themen: Geschichtspark Bärnau (23)Mistol Jürgen (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.