Hoffen auf kleine Sanierung

Die neue Vorstandschaft des Fördervereins Hallenbad. An der Spitze stehen (vorne von links) Kassiererin Gisela König, Vorsitzender Markus Fichtner und 2. Vorsitzender Josef Zant. Bilder: kro (2)
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Bärnau
02.12.2016
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Das Hallenbad sitzt weiter auf dem Trockenen. Keine Überraschung, dass schon von der Auflösung des Fördervereins geredet wurde. Doch es geht weiter.

Bei der Jahresversammlung des Fördervereins Hallenbad jedenfalls fand sich wieder eine vollständige Vorstandschaft. Bei dem Treffen im TSV-Sportheim wurde Markus Fichtner an der Vereinsspitze bestätigt. Neu im Amt ist sein Stellvertreter Josef Zant.

In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte Vorsitzender Markus Fichtner daran, dass das Bärnauer Hallenbad seit Mai 2015 geschlossen ist. Und das solle wohl so bleiben. Fichtner: "Der Bürgermeister will nicht, dass das Hallenbad wieder öffnet." Zwar habe sich eine knappe Mehrheit des Stadtrates für eine "kleine Sanierung" entschieden, doch Alfred Stier weigere sich, diese Entscheidung umzusetzen. Dennoch habe der Förderverein die Hoffnung auf eine kleine Sanierung nicht aufgegeben. Fichtner konnte sich eine Öffnung im Oktober 2017 vorstellen.

Stadtrat und Hallenbadbeauftragter Hubert Häring bedauerte, dass im Stadtrat eine sachliche Diskussion zu diesem Thema nicht möglich sei, auch weil das Gremium in zwei klare Fronten gespalten ist. Eine Generalsanierung, das wusste auch Häring, sei finanziell für die Stadt nicht machbar, aber ein kleine Sanierung müsse möglich sein. Wichtig ist laut Häring, dass die Kinder das Schwimmen lernen. Bereits im Jahr 2002 hätte der damalige Stadtrat Kurt Weiß eine Sanierung des Hallenbads angestrebt, schon damals habe Alfred Stier eine Schließung des Hallenbads gefordert, erzählte Häring.

Handlungswille fehlt


Häring gab dann auch Einsicht in das Schreiben von Alfred Stier an die Rechtsaufsicht am Landratsamt. In diesem Schreiben bezeichnet der Bürgermeister den Stadtratsbeschluss als rechtswidrig. In einem Antwortschreiben werde der Bürgermeister aufgefordert, die rechtswidrigen Tatbestände zu benennen. "Doch bis heute hat der Bürgermeister nichts getan, ihm fehlt der Handlungswille", kritisierte der Hallenbadbeauftragte. Häring will sich nun selbst an die Rechtsaufsicht wenden. "Bürgermeister Alfred Stier begeht ein schweres Dienstvergehen", so Häring. Es liege nur am Bürgermeister, die kleine Sanierung starten zu lassen. Der Förderverein, so Häring, habe ein Betriebs-Konzept für das Hallenbad erarbeitet. Man sei optimistisch, dass eines Tages das Hallenbad doch wieder öffne.

Die Neuwahlen, geleitet von Uli Sangl, verliefen problemlos. Kassiererin bleibt Gisela König, neue Schriftführerin ist Irmgard Wettinger. Kassenprüfer sind Max Gmeiner und Winfred Hecht. Zu Beisitzern wurden Kerstin Rahm, Rosmarie Fischer, Rudi Mark und Thomas Weiß gewählt.

Bürgermeister Alfred Stier begeht ein schweres Dienstvergehen.Hubert Häring
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