Hubert Aiwanger nimmt sich Zeit für eine Besichtigung in Ahornberg bei Stefan Gmeiner
Bürger beklagen Lärm und Schattenschlag

Hubert Aiwanger (rechts) waren das persönliche Gespräch und ein Besuch bei Stefan Gmeiner in Ahornberg wichtig. Bild: wg
Vermischtes
Bärnau
04.07.2016
90
0

Ahornberg. Sichtlich betroffen wirkte Hubert Aiwanger bei den Gesprächen in Ahornberg. "Wenn der Ostwind geht, machen die Windräder ziemlich Rabatz", schilderte Stefan Gmeiner. Nach Feierabend auf der Terrasse stehen sei nicht möglich. Auch Schlafen sei ein Problem, da die Niedrigfrequenz auch durch die geschlossenen Fenster gehe. Die zwei neuen Windräder bei Ellenfeld seien 150 m hoch, die nähere Anlage nur 460 m entfernt. Auch Nachrüstungen hätten an die Probleme nicht beseitigt. Zum Lärm komme noch der Schattenschlag. "Nur wer das miterlebt hat, weiß, von was wir reden."

Schon oft seien Autofahrer stehen geblieben, weil sie vom Schattenschlag irritiert waren. Die Bärnauer Stadträte waren trotz Einladung noch nicht bei ihm, kritisierte Gmeiner. Hubert Aiwanger versprach, sich dieser Sache persönlich anzunehmen. Und um sich einen Eindruck zu verschaffen, machte sich der FW-Politiker auch zum Wohnhaus Gmeiners auf. Als Problem erkannte der Politiker, dass es sich um hier einen Weiler handele - und der wäre auch von der 10-H-Regelung nicht geschützt. Verbesserung versprach sich Aiwanger nur vom Abschalten der Anlagen zu bestimmten Zeiten.

Eigene Messungen


Hans Reger hat sich als Stadtrat von Bärnau 1992 noch für den Bau der ersten beiden Windräder in Ellenfeld eingesetzt, jetzt seine Haltung aber grundlegend geändert. Besonders klagt Reger über den Lärm. So würden die erlaubten 44 dB bei starkem Wind um rund 20 dB überschritten, hätten Regers eigene Messungen ergeben. Das Ergebnis eines Instituts stehe noch aus.

Albert Köstler, 1. Vorsitzender der BI Gegenwind im Stiftland, sorgt sich um die Zukunft der Region aus Urlaubsgebiet. "Unser Kapital ist unsere Landschaft, daraus ziehen wir unsere Wertschöpfung", betonte Köstler. Man könne nicht Fremdenverkehr betreiben und Windräder aufstellen. Strom werde "auf Teufel komm raus" produziert und müsse dann verschenkt werden. "Und wir zahlen die EEG-Umlage mit." Günstig sei der Strompreis dadurch auch nicht, wusste Köstler. Vielmehr hätten sich die Stromkosten sich in zehn Jahren verdoppelt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hubert Aiwanger (20)Freie Wähler Kreisverband (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.