Imponierende Klosteranlage

Vermischtes
Bärnau
31.05.2016
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Für ihre einzigartige Akustik ist die Kirche Mariä Himmelfahrt im Kloster Kladruby bekannt. Da stimmten die Besucher aus Bärnau doch gleich ein Liedchen an.

Sehr gerne werden die Ausflüge der Nachbarschaftshilfe Bärnau von den Senioren angenommen. Ziel war das ehemalige Benediktinerkloster Kladruby in Tschechien. Akribisch vorbereitet und geplant wurde dieser Besuch von Ingrid Leser, die den Teilnehmern in ihrer unnachahmlichen Art viel Wissenswertes über die verschiedenen Orte entlang der Reisestrecke vermitteln konnte. Nach einer kurzweiligen Fahrt erreichte die Gruppe schließlich die imponierende Anlage des Klosters Kladruby. Dieses Kloster wurde 1785 im Zuge der Josephinischen Reformen aufgelöst. Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt im Stile der Barockgotik ist eines der größten Kirchengebäude in Böhmen und heute ein Nationales Kulturdenkmal in Tschechien.

Während einer Führung konnten die Teilnehmer nähere Einzelheiten aus der Geschichte und von den weiteren Planungen des Klosters erfahren. So kaufte im Jahre 1825 Fürst Alfred I. zu Windisch-Graetz das Kloster und die dazugehörige Grundherrschaft. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges verloren die Fürsten Windisch-Graetz im Zuge einer Bodenreform in der Tschechoslowakei zahlreiche Ländereien, behielten aber den Hauptsitz der Familie in Tachov in Westböhmen.

30 000 Bücher


Ludwig Aladar Fürst von Windisch-Graetz zog, nachdem er seinen Onkel Alfred III. zu Windisch-Grätz beerbt hatte, nach Kladruby und richtete dort eine umfangreiche Bibliothek und ein Familienarchiv ein. In den Regalen gibt es rund 30 000 Bücher, Landkarten und Pläne. Es handelt sich um philosophische, mathematische, theologische, juristische und geographische Werke, um Enzyklopädien und auch um Belletristik vom Anfang des 20. Jahrhunderts.

1938 bis 1945 gehörte Kladruby zum Deutschen Reich. Danach wurde der Gesamtbesitz der Familie Windisch-Graetz in der Tschechoslowakei konfisziert. Das ehemalige Kloster Kladruby ist seither im Staatsbesitz. Nicht fehlen durfte bei dem Ausflug eine Fahrt über den prächtigen Marktplatz der Stadt Stribro (Mies). Auf der Rückfahrt wurde ein Zwischenstop im Horsky Hotel Kolowrat, am Fuße der dortigen Burg in Primda (Pfraumberg) eingelegt.
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