Jahreshauptversammlung der Jagdgenossen
Jäger erhalten biologische Vielfalt

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Bärnau
14.03.2016
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Bevor Jagdvorsteherin Martha Jung bei der Jahreshauptversammlung in die Tagesordnung einstieg, gab sie ein Statement zum Waidwerk ab. Sie resümierte, dass von der Arbeit der Jäger viele nicht jagdbare Tiere und auch Erholungssuchende profitierten.

Thanhausen. Die Jagd sei ein Kulturgut mit langer Tradition und hohem Wert. Besonderes Augenmerk werde vom Jagdvorstand darauf gelegt, die Interessen der Jagdgenossen wahrzunehmen und zu vertreten und zu deren Vorteil zu nutzen.

Lebensraumverbesserung


Vor allem kümmere sich die Genossenschaft auch um die Erhaltung und Verbesserung von Lebensräumen, was nicht nur den jagdbaren Tierarten zugute käme, sondern allen die zum Beispiel auf Blühflächen oder Hecken angewiesen seien. Damit trage die Jagdgenossenschaft maßgeblich zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei.

Nicht vergessen werden dürfe auch, dass die Jagdgenossenschaften jährlich große Geldsummen etwa für den Feld- und Waldwegebau in ihrem Bereich ausgeben. Dies komme allen, die sich in der Natur erholen wollen, uneingeschränkt zugute.

In ihrem Jahresrückblick teilte Martha Jung mit, dass seitens des Landratsamtes die neue Vorstandschaft bis zum 31. März 2020 bestätigt worden sei. Die im vorigen Jahr angeregte Wildschadenversicherung, so Jung, kam wegen zu geringem Interesse nicht zustande. Da der Vertrag mit dem Vermessungsamt 2015 auslief, wurde deshalb das Jagdkataster mit Lageplan aktualisiert.

Im vergangenen Jahr, so die Jagdvorsteherin, wurde wieder eine Verjüngungsinventur durchgeführt. Dazu fand im Dezember eine Informationsversammlung statt, bei der alle Kriterien von der Aufnahme und Beurteilung des Bestandes bis hin zur Erstellung des Abschussplanes genau erklärt wurden. Jung: "Dies könnte, falls gewünscht, auch bei uns hier durchgeführt werden." Bei den Wegebaumaßnahmen lief es dieses Mal etwas anders, erklärte die Jagdvorsteherin. Da der sogenannte Burgerweg viele Anlieger habe, konnte Dank der Hilfe von Helmut Weiß aus Bärnau ein gemeinsamer Ausbau durchgeführt werden.

Viele Spender


Auf seine Initiative hin kam ein ansehnlicher Geldbetrag zusammen, der sich vor allem aus Spenden der Anlieger, der Stadt Bärnau und der Jagdgenossenschaft Thanhausen zusammensetzte. Mit diesem Betrag konnte der Burgerweg hergerichtet werden. So wurden unter anderem Graupen aus Liebenstein eingebaut, geebnet und gewalzt. Verbreitert wurde auch der Weg im Föhrenteil.

Dazu Helmut Weiß: "Diese Aktion hat einen guten Anklang bei den Waldbesitzern gefunden, denn jeder hat einen Vorteil, wenn man auf einem guten Weg fahren kann."

Jagdvorsteherin Martha Jung wies darauf hin, dass Wildschäden bei der Stadt angemeldet werden sollten. Hier sollten sich beide Seiten immer bewusst sein, dass man nur gemeinsam etwas für die Erhaltung des Wildbestandes tun kann, wenn es effektiv sein soll. Es sollte ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Verpächter und Pächter bestehen. Jung: "Und das funktioniert bei unserer Jagdgenossenschaft bisher einwandfrei."

Da laut Kassenbericht von Josef Fenzl im Vorjahr wieder gut gewirtschaftet wurde und ein ansehnlicher Betrag vorhanden ist, mussten sich die Jagdgenossen auch über die sinnvolle Verwendung des Jagdpachtschillings Gedanken machen.

Dazu kam von Georg Sollfrank der Vorschlag eventuell eine Befliegung der Felder mit Infrarot-Kameras vorzunehmen. So könnten Tiere rechtzeitig erfasst und entsprechend geschützt werden. Zu diesem Thema wollte man sich noch genauer erkundigen, etwa beim Maschinenring. Einigkeit herrschte unter den Jagdgenossen aber dahingehend, dass die Rücklagen wieder überwiegend in den Wegebau und deren Instandhaltung investiert werden.

Jagdessen im April


Jung bedankte sich abschließend bei Bernhard Walter, Albert Zölch, Josef Bäuml und bei Alois Sladky junior für die Unterbringung der diversen Gerätschaften und des vereinseigenen Gerüstes.

Als Termin für das Jagdessen wurde Freitag, der 1. April um 20 Uhr im Gasthof Blei vorläufig festgelegt.
Jeder hat einen Vorteil, wenn man auf einem guten Weg fahren kann.Helmut Weiß
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