Marktspectaculum in Bärnau
Mittelalter lebt auf

Vermischtes
Bärnau
19.06.2016
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Von wegen „finstere“ Zeit: Beim Mittelalterfest in Bärnau gibt sich ein buntes Völkchen ein Stelldichein, verwandelt die älteste Stadt des Stiftlandes in eine Stadt voller Leben und Faszination. Da schaut auch Kaiser Karl IV. kurz vorbei – und mit ihm 20 000 Zuschauer.

Das Zentrum für alle Mittelalter-Fans war an diesem Wochenende einmal mehr Bärnau. In Scharen strömten die Besuchern in die ehemalige Knopfstadt, um das besondere Flair des mittlerweile 9. Marktspectaculums live zu erleben.

Mehr als 50 Gruppen mit etwa 600 „Gewandeten“ verwandelten Bärnau in einer mittelalterliche Festung, in eine Stadt voller Faszination und Leben. Gaukler und Händler, Ritter und Spielleute gaben sich ein Stelldichein. Nicht nur wegen der kulinarische Leckereien kamen alle Besucher auf ihre Kosten.

Das Marktspectaculum war das bisher größte in Bärnau. Der „königliche Herold und städtische Kanzler“ Alfred Wolf und sein Team hatten einmal mehr ganze Arbeit geleistet. Gut 700 ehrenamtliche Helfer waren am Wochenende und zuvor schon bei den Vorarbeiten im Einsatz.
Im Mittelpunkt stand diesmal auch Kaiser Karl IV. (Horst Schafferhans von der Schauspielgruppe Bärnau-Tachov), dessen Geburtstag sich zum 700. Male jährt. Triumphal sein Einzug beim spektakulären Ritterturnier. Die „Ritter von der böhmische Krone“ aus Pilsen waren in diesem Jahr die Stars des Wochenendes. Sie lieferten Schaukämpfe auf höchstem Stuntmen-Niveau. Nächste Woche gastiert die semi-professionelle Gruppe, die schon in Kaltenberg begeisterte, in Kroatien. Für das Turnier in Bärnau war vor auf dem Parkplatz des Geschichtsparks eigens eine Arena aufgebaut worden. Was die Ritter den vielen staunenden Zuschauern boten, sorgte immer wieder für Szenenapplaus. Da splitterten die Lanzen im Zweikampf, bebte unter den Hufen der Pferde der eigens mit Rindenmulch hergerichtete Boden.

Wie immer auch ein besonderes Spektakel war der Auftritt der Kultband „Cultus Ferox“ aus Berlin, die mittelalterliche Klänge mit modernem Klängen zu einem sehr eigenwilligen, aber bestens beim Publikum ankommenden Sound zu mixen weiß. Eher leise und einschmeichelnd dagegen die Musik von „Amici Musicae Antiquae“.
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