Mit Akribie und Leidenschaft

Konrad Schmidkonz (Zweiter von links) präsentierte seine von ihm erstellte Chronik. Mit dabei waren die Ordensfrau Anna Rita Schedl, zweiter Bürgermeister Michael Schedl (rechts) sowie Stefan Schmidkonz, Stadtrat und Neffe des Autors. Bild: kro
Vermischtes
Bärnau
02.09.2016
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Die Initiative eines ehemaligen Polizeibeamten macht es möglich: Ödwaldhausen hat nun eine eigene Chronik. Verfasst hat sie der 78-jährige Konrad Schmidkonz.

Ödwaldhausen. Mit großem Engagement hat Konrad Schmidkonz in den vergangenen beiden Wintern ein 300 Seiten umfassendes Buch zusammengestellt und geschrieben. Entstanden ist ein beachtenswertes zeitgeschichtliches Dokument - erstellt mit einer mechanischen Schreibmaschine. Die Chronik bereichern viele Bilder aus früheren Zeiten. Nicht fehlen dürfen aktuelle Aufnahmen. Hinzu kommen Zeitungsausschnitte aus dem "Neuen Tag". Die Chronik ist ein Dokument für die Nachwelt.

Der gebürtige Ödwaldhausener Konrad Schmidkonz lernte bei der Firma Hamm in Tirschenreuth; nach zwei Gesellenjahren zog es ihn zur Polizei. Als Zwanzigjähriger ging er nach Eichstätt, ehe er zur Polizei nach München versetzt wurde. Zuletzt war Schmidkonz in München im Innenministerium tätig. Sein Rentnerdasein genießt er in Regensburg. Zu den Beweggründen für die Chronik sagt der Autor: "Ein Ruhestandsbeamter braucht halt Aufgaben." Schmidkonz, der unter anderem auch schon eine Biografie über die Familie Schmidkonz geschrieben hat, kam vor wenigen Jahren die Idee, eine Chronik über sein Heimatdorf zu schreiben. Dazu besuchte er alle Familien in Ödwaldhausen und forschte nach Unterlagen, Bildern und Details. Schmidkonz: "Alle Familien haben mich bei meinen Recherchen sehr bereitwillig und aufgeschlossen unterstützt und stets geholfen. Dafür muss ich danken." Übrigens: Erstmals wurde Ödwaldhausen, so die Recherchen von Schmidkonz, am 10. Juli 1335 erwähnt. 16 Häuser gibt es heute in Ödwaldhausen, früher waren es mal 18. Zu Zeiten der Kindheit von Konrad Schmidkonz gab es in Ödwaldhausen rund 100 Einwohner. Heute leben nur noch 50 Menschen in Ödwaldhausen. "Die Familien sind halt kleiner geworden", so Konrad Schmidkonz. Ödwaldhausen ist eine Streusiedlung - bestehend aus drei Siedlungen. Deshalb sei eine Bildaufnahme über das gesamte Dorf nicht zu machen. Und so zeigt das Titelblatt der Chronik drei Bilder. Der Autor präsentierte die Chronik bei einem kleinen Hoffest der Familie Schmidkonz. Erste Exemplare erhielten zweiter Bürgermeister Michael Schedl und die Nonne Anna Rita Schedl aus Südafrika, die derzeit auf Heimaturlaub in ihrem Geburtsort weilt. Das DIN A4 große Buch hat Schmidkonz in einer Auflage von 50 Stück drucken und binden lassen. Eine Chronik kostet 25 Euro. Zu kaufen ist sie bei Melanie Schmidkonz, Ödwaldhausen 9, Telefon 09635/1212.
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