Mit Liedern helfen

Ein sechsköpfiger Chor aus dem Iran sang bei der Veranstaltung in der "Windschnurrn" zwei christliche Lieder. Bild: kro
Vermischtes
Bärnau
11.08.2016
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Lieder und Musikstücke sind nicht nur Unterhaltung. Bei der Benefizveranstaltung in der "Windschnurrn" wollten die Mitwirkenden einen Hilfsbeitrag für das Traumahilfszentrum Dohuk im Norden Irak leisten.

Hermannsreuth. Zu einer ganz besonderen Benefizveranstalung hatte der "Andra-Danu-Verlag", dahinter steckt Magdalena Keilhauer, in die "Windschnurrn" nach Hermannsreuth eingeladen. Musiker aus der Region trafen sich zu einer Benefizveranstaltung, die unter dem Motto stand "Nicht jeder kann fliehen - Hilfe für Kriegskinder im Irak"

Magdalena Keilhauer freute sich dazu auch den evangelischen Dekan Wenrich Slenczka aus Weiden begrüßen zu können. Kreisrat Josef Schmidkonz als Vertreter des Landrats dankte in seinem Grußwort Magdalena Keilhauer für ihr Engagement für die Kriegskinder im Irak. Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl betonte, dass ohne den ehrenamtlichen Einsatz vieles nicht machbar sei. Zudem wies er darauf hin, dass es in der Kreisstadt ein gutes Miteinander der Bevölkerung und der Flüchtlinge gebe. Dies sei vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken.

s 3. Bürgermeister Alfred Wolf war bestürzt über die "unfassbaren" Vorgänge, die derzeit in allen Teilen der Erde verzeichnet würden. Es sei Aufgabe der Menschen, hier zu helfen. "Wir müssen Menschen, die Terror, Krieg und Gewalt erlebt haben, Hilfe zukommen zu lassen." Die Menschen im christlichen Bayern, in Deutschland, seien hier gefordert. Sein Dank galt Magdalena Keilhauer und ihren Mistreitern.

Flüchtling getauft


Dekan Wenrich Slenczka schilderte, dass er am Sonntagvormittag einen iranischen Flüchtling getauft habe, weitere wollten ebenso in den christlichen Glauben eingeführt werden. Auch der Dekan dankte Magdalena Keilhauer für ihre Bemühungen. "Es ist schön, wenn viele Menschen helfen und Gutes tun, wie hier in diesem Fall die Flüchtlingskinder im Irak zu unterstützen". Gerade Kinder machten in diesen Kriegszeiten vieles mit, viele seien traumatisiert. In dem Traumahilfszentrum in Dohuk fänden die Kinder therapeutische Unterstützung und seien an einem sicheren Ort. Musikalisch wurde die Benefizveranstaltung von den "Grenzlandbuam" aus Bärnau und von Maximilian Schnurrer am Akkordeon umrahmt. Ein kleiner Chor von irakischen Sängern und Sängerinnen trug zwei christliche Lieder aus ihrer Heimat vor. Dr. Albert Gewargis las aus dem Buch "Bruder Doktor", eine dokumentarische Erzählung aus seiner Zeit als Arzt bei den Kurden Iraks. Atran Youkhana stellte sehr detailliert das Projekt "Wings of Hope", das den Kindern und Jugendlichen, gleich welchen Geschlechts und Religion, die durch Kriege und andere Formen von Gewalt Traumata erlitten haben, helfen will. Mit einem gemeinsamen irakischen Abendessen endete diese Benefizveranstaltung.
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