Neues Innenleben für „Bären“

Durch die "Stadt Bärnau Kommunal GmbH" wurden der frühere Gasthof "Schwarzer Bär" sowie das angrenzende Gebäude in der Johannisgasse erworben. Die GmbH-Geschäftsführer Marion Mark und Christian Grödl (von links) erläuterten Bürgermeister Alfred Stier die erste Studie für das Mehrgenerationenhaus, das bis Mitte 2018 im "Bären" entstehen soll. Bild: Schirmer
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Bärnau
21.05.2016
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Eine Machbarkeitsstudie der RSP-Planer bietet eine Vorstellung vom Mehrgenerationenhaus "Schwarzer Bär". Im Bild ein Entwurf des Erdgeschosses.

Moderne Wohnungen, ein Aufzug oder eine seniorengerechte Ausstattung sind ein paar Attribute des "Schwarzen Bären". Noch steht das nur in den Plänen. Doch das Mehrgenerationenhaus am Marktplatz soll bald schon Wirklichkeit werden.

Der Plan ist tischtuchgroß, aber auch die Idee des Mehrgenerationenhauses im Ortskern kann sich sehen lassen. Geht es nach den Vorstellungen der Stadt, sollen bis Mitte 2018 zehn attraktive Wohnungen, nicht unbedingt nur für Senioren, zur Verfügung stehen. Freilich ist das Projekt "Schwarzer Bär" in erster Linie auf die älteren Mitbürger ausgerichtet, sollte sich aus ihren Reihen aber kein Interessent finden, können Wohnungen auch jüngeren Menschen zur Verfügung gestellt werden. Bauherr ist die "Stadt Bärnau Kommunal GmbH".

Zehn Wohnungen


Aktuell gibt es für das Projekt eine Machbarkeitsstudie, die jetzt zu einer konkreten Planung führen soll. Die Studie sieht in dem ehemaligen Gasthof auf drei Geschossen insgesamt zehn Wohnungen, von 30 bis 100 Quadratmetern vor. Alle seniorengerecht ausgestattet, also barrierefrei und mit entsprechenden Einbauten. Ein Beispiel dafür findet sich auch in der Musterwohnung des Landkreises. Im Konzept enthalten sind etwa ein Lift sowie im angrenzenden Gebäude ein schmucker Innenhof oder ein Stadel für eine kleine Werkstatt, in der die Bewohner selbst aktiv werden können. Für das Projekt Mehrgenerationenhaus will die Kommunal GmbH rund 2,5 Millionen Euro aufwenden, kann aber auf einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent hoffen. Die Eigenmittel von rund 500 000 Euro werden von der Bank zu attraktiven Konditionen angeboten. Auflage ist unter anderem eine seniorengerechte Ausstattung der Wohnungen. Die Förderung schreibt zudem bei dem späteren Mietwohnungen einen Quadratmeterpreis von 4,50 Euro vor. Angesichts von Ausstattung und Konzept für Bürgermeister Alfred Stier kein Problem.

In einer ersten Studie des Stadtplaners RSP aus Bayreuth bekommt der "Schwarze Bär" ein komplett neues Innenleben. So sieht der erste Entwurf im Erdgeschoss eine Wohnung mit über 102 und eine mit 30 Quadratmetern vor. Ebenso könnte im Parterre etwa ein Gemeinschaftsraum geschaffen werden. Eine dritte Wohnung mit 64 qm würde sich in den 1. Stock ausdehnen. Das Obergeschoss könnte dann zudem Wohnungen mit 34, 43, 52, 87 qm aufweisen. Und im Dachgeschoss sieht die Studie weitere drei Wohnungen mit 32, 62 und 70 Quadratmetern vor. Insgesamt würde der "Schwarze Bär" nach einem Umbau rund 568 Quadratmeter Wohnfläche aufweisen. Bei der Ausarbeitung haben die Planer schon recht konkrete Entwürfe vorgelegt, beschreiben den notwendigen Sanierungsumfang des Gebäudes, das Bestandteil des denkmalgeschützten Ensembles "Altstadt Bärnau" ist.

Heuer Ausschreibung


Nach dem Kauf durch die "Stadt Bärnau Kommunal GmbH" wird jetzt als nächster Schritt die Ausschreibung der Architektenleistung erfolgen. Mit den konkreten Plänen kann dann die Beantragung der Mittel aus der Städtebauförderung vorgenommen werden. Im kommenden Jahr erwarten Stier und die GmbH-Geschäftsführer Marion Mark und Christian Grödl den Baubeginn.

Kauf durch Stadt Bärnau Kommunal GmbHVor über 15 Jahren schon hat der "Schwarze Bär" sein Dasein als Gastronomie beendet. Lange Zeit war kein Interessent vorhanden bis Ludwig Fischer das Gebäude vor fünf Jahren erwarb, ebenso das angrenzende Anwesen in der Johannisgasse. Bei der Nutzung hatte der Unternehmer ebenfalls auch in Richtung Seniorenwohnungen gedacht. Seit Anfang 2015 wurde diese Idee bei der Stadt weiterverfolgt und im Rahmen der Stadtplanung mit aufgenommen. In der vergangenen Woche erfolgte der Verkauf der beiden Gebäude an die "Stadt Bärnau Kommunal GmbH" (Einziger Geschäftsanteil wird durch die Stadt Bärnau gehalten) für rund 120 000 Euro. Der weitaus größere Anteil fällt auf den Bereich an der Johannisgasse nachdem hier bereits Sanierungsmaßnahmen stattgefunden haben. (ws)
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