Neues Projekt "Grenze verbindet"
Auf eine gute Nachbarschaft

"Grenze verbindet" - unter diesem Motto wollen die beiden Vereine "Terra Tachovia" und "Via Carolina e.V." die grenzüberschreitende Zusammenarbeit durch professionellere Strukturen verbessern. Vertreter von beiden Vereinen präsentierten das Projekt, das vom deutsch-tschechischen Zukunftsfonds gefördert wird, im Bild mit Projektbetreuer Vaclav Vrbik (rechts). Bild: awo
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Bärnau
04.03.2016
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"Grenze verbindet"! Das meinen zumindest die Künstler und Sportler aus Bayern und Böhmen.

Seit Jahren pflegt eine Anzahl an Akteuren der Knopfstadt enge Kontakte ins Nachbarland Tschechien. Ob Theater an der Freilichttribüne, Skilanglaufzentrum Silberhütte oder der Geschichtspark, dazu viele zwischenmenschliche und karikative Kontakte, seit der Grenzöffnung wurde vieles bewegt. Und doch gibt es viele, die das Gebiet direkt hinter der Grenze als fremd wahrnehmen. Die Grenzregionen haben noch einen langen Weg vor sich, bevor eine starke grenzüberschreitende Bürgergesellschaft selbstverständlich sein wird - bis die Grenze nicht mehr trennen wird.

Neues Projekt


Um sich besser kennenzulernen, auszutauschen, sich zu vernetzen und grenzüberschreitende Vorhaben zu fördern, hat der Verein "Via Carolina e.V." gemeinsam mit seinem tschechischen Partnerverein "Terra Tachovia" mit dem Projekt "Grenze verbindet" eine Initiative gestartet. Auf beiden Seiten gibt es Interessierte an der bayerisch-tschechischen Zusammenarbeit, Vereine, Dorfgemeinschaften, Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen, die vom ehrenamtlichen Engagement vieler Freiwilliger profitieren, die eine verbesserte grenzüberschreitende Zusammenarbeit wünschen.

Der deutsch-tschechische Zukunftsfonds hat dieses Projekt unter dem Jahresmotto "Grenze verbindet" genehmigt und fördert finanziell das gemeinsame Vorhaben. Bereits seit Januar wurden in mehreren Runden in Bärnau und Tachov Ideen ausgetauscht, Interviews geführt, die augenblickliche Situation auf beiden Seiten analysiert und Ziele definiert. Dabei können die Akteure schon auf viele gelungene Aktionen und Projekte zurückblicken.

Zweitägiger Workshop


Nun soll mit dem konkreten Aufbau von Vernetzungsstrukturen eine noch professionellere Zusammenarbeit aufgebaut werden, Interessierten die Möglichkeit geboten, mitzumachen. Kultur, Sport, Tourismus, Traditionen und viele andere Handlungsfelder bieten eine gemeinsame Basis. Bei einem zweitägigen Workshop werden sich am 11. und 12. März etwa 40 Teilnehmer von beiden Seiten der Grenze in der Knopfstadt treffen. Auftakt ist am Freitagabend um 17 Uhr im Gasthof zur Post, am Samstag ab 9 Uhr werden im Seminarraum am Geschichtspark die Weichen für eine gute Zukunft gestellt. Ziel des Workshops ist es, die grenzüberschreitende ehrenamtliche Zusammenarbeit zu verbessern, koordinierte, gemeinschaftsbildende gemeinsame Aktionen zu organisieren, sowie die Pflege von Traditionen und einen guten Informationsaustausch.

Alfred Wolf vom Verein "Via Carolina e.V." und Roman Soukup vom Verein "Terra Tachovia" präsentierten gemeinsam das Projektvorhaben und hoffen auf gutes Gelingen. Mit der Besichtigung kultureller Einrichtungen in Bärnau und Tachov, der Aufarbeitung der beim Workshop erzielten Ergebnisse und daraus resultierend eine intensive Zusammenarbeit in einem möglichen deutsch-tschechischen Nachbarschaftsforum sind in den kommenden Wochen weitere Treffen geplant.
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