Rückblick bei der Nachbarschaftshilfe
Anlaufstelle für Jung und Alt

Alle, die in der Nachbarschaftshilfe Bärnau ehrenamtlich tätig sind, tragen dazu bei, dass die Einrichtung inzwischen zu einer Anlaufstelle für Jung und Alt geworden ist. Dabei werden praktische Hilfe in Situationen des täglichen Lebens gegeben. Bei der Versammlung wurden auch die aktuellen Planung vorgestellt. So steht heuer auch eine Fahrt nach Konnersreuth im Programm. Bild: bir
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Bärnau
22.01.2016
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Bürgerschaftlich engagierte Nachbarschaftshilfen können wesentlich zum Verbleib von älteren Menschen im eigenen Heim und zum Erhalt von Sozialkontakten beitragen. Im Vordergrund steht dabei immer die gegenseitige Hilfe.

Auch in der Knopfstadt gibt es seit Januar 2013 eine solche soziale Einrichtung, die unter der Trägerschaft des BRK-Kreisverbands Tirschenreuth steht: Die Nachbarschaftshilfe Bärnau. Die Menschen vor Ort helfen sich gegenseitig und reagieren so auch auf die demografischen Veränderungen in der Region.

Anlaufstelle für Jung und Alt


Seit ihrer Gründung hat sich die Nachbarschaftshilfe zu einer Einrichtung entwickelt, die aus der Großgemeinde nicht mehr wegzudenken ist und die inzwischen zu einer Anlaufstelle für Jung und Alt geworden ist, für Menschen, die Hilfe in Situationen des täglichen Lebens benötigen. In der ersten Versammlung der NBH im neuen Jahr gaben Maria Gleißner und Michaela Heldwein-Keim einen Rückblick und zugleich einen Ausblick auf dieses Jahr. Viele Menschen in der Gemeinde würden vielleicht die eine oder andere Hilfe brauchen, doch sie schämen sich einfach diese Hilfen anzunehmen, welche die Nachbarschaftshilfe in vielfältiger Form anbiete. Großer Wert werde darauf gelegt, dass alle Anliegen vertraulich behandelt werden.

Dabei sollen die bereits bestehenden hauptamtlichen und ehrenamtlichen Dienste ergänzt und nicht ersetzt werden, betonte Michaela Heldwein-Keim. "Es soll keine Konkurrenzsituation entstehen." Deshalb zeigten sich auch alle ehrenamtlichen Helfer der NBH Bärnau enttäuscht von negativen Äußerungen verschiedener Personen, die ebenfalls ehrenamtlich in einer anderen Organisation tätig sind. Man könne das nur so interpretieren, dass hier ein gewisser Neid aber auch Missgunst über die Nachbarschaftshilfe entstanden sei, weil die sich inzwischen gut in Bärnau etabliert und an Vertrauen gewonnen habe.

Sehr gut angenommen wurden im vergangenen Jahr die verschiedenen Ausflüge mit den Senioren, auch in einvernehmlicher Zusammenarbeit mit Seniorenbeauftragten Hubert Häring. Großes Interesse hätten auch die diversen Vorträgen gefunden, etwa über die Palliativmedizin. Gut angenommen wurde auch das Essen auf Rädern. Unterstützt wurden durch die Nachbarschaftshilfe wieder viele Bürger bei Arztbesuchen, Behördengängen, Ausfüllen von Formularen, Einkaufsdiensten, kurzzeitige Betreuung von Kindern und Senioren und vieles mehr.

Fahrt nach Stríbro


Auch für dieses Jahr ist wieder einiges geplant. So sollen einige Ausflüge stattfinden, wie etwa zum Steinwaldhaus oder nach Konnersreuth mit Besichtigung des Backhauses Kutzer und des Reslgartens. Auf dem Programm stehen zudem eine Klosterführung in Stríbro, ein Besuch im Wildpark Mehlmeisel und eventuell eine Fahrt zur Luisenburg. Auch einige Vorträge sind in der Planung, wie etwa über die Steuerpflicht für Rentner. Beteiligen will sich die NBH wieder am Marktspectaculum. Auf jeden Fall soll im Sommer wieder ein Ehemaligentreffen mit Bärnauer Senioren, die ihren Lebensabend im Seniorenheim verbringen, stattfinden.

Aktuell 61 Asylbewerber in der GemeindeInge Kellner, die sich mit ihrem Mann Wolfgang und dem Ehepaar Inge und Wilfried Weidinger um die Asylanten in Bärnau kümmert, gab einen Bericht über die aktuelle Situation vor Ort. Zurzeit befinden sich 61 Asylanten in der Gemeinde Bärnau, überwiegend aus Syrien und dem Irak. Darunter auch Familien mit Kindern, die dezentral untergebracht werden konnten, unter anderem zwei Familien in Thanhausen. 17 Asylbewerbern wurde inzwischen die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt. Was bedeutet, dass diese zunächst für drei Jahre in Deutschland bleiben dürfen. Die Betreuung der Asylbewerber, erklärte Inge Kellner, laufe nicht unter dem Mantel der Nachbarschaftshilfe, sondern vorwiegend über die AWO. Ansprechpartner vor Ort seien die ehrenamtlichen Betreuer."

Sehr hilfreich seien immer wieder die Vermieter der dezentralen Wohnungen, die sich ebenfalls um die Asylbewerber kümmern. (bir)
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