Schauspieler aus Bärnau und Tachov sind zum 700. Geburtstag von Karl IV. unterwegs
Mit Schandgeige über Karlsbrücke

Großes Aufsehen sorgte der Geleitschutz aus Bärnau auf der Karlsbrücke. In voller Rüstung zogen die Gewandeten mit ihrer Gefangenen in der Schandgeige über die historische Brücke und wurden von unzähligen Besuchern fotografiert. Bild: awo
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Bärnau
14.10.2016
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Die Schauspieler aus Bärnau und Tachov sind zum 700. Geburtstag von Karl IV. viel unterwegs. Jetzt zog die Truppe in der "Goldenen Stadt" die Blicke auf sich.

Bärnau/Prag. Das "Národní technické muzeum" in Prag, das nationale Technikmuseum als größtes seiner Art in Tschechien, war am vergangenen Wochenende Schauplatz für das im Rahmen des Begleitprogramms zur Landesausstellung Bayern - Böhmen entwickelte "Kaisertheater an der Goldenen Straße". Darsteller des "Kultur- und Festspielvereins Bärnau" und der "Komedyjanti" aus Tachov waren gemeinsam mit Projektmanagerin Ida Petioká und dem Vorsitzenden des Trägervereins des Geschichtsparks, Alfred Wolf, auf Einladung des Museums in die "Goldene Stadt" gereist.

Kaisertheater


Schon vor Wochen hatten Stefan Wolters und Václav Vrbík vom Geschichtspark Bärnau-Tachov eine Kooperation zwischen den beiden Einrichtungen angestoßen. In einer Sonderausstellung des Technikmuseums aus Anlass des 700. Geburtstags von Kaiser Karl IV. wird die Baukunst im 14. Jahrhundert präsentiert. Stein- und Holzbearbeitung, Werkzeuge und Bautechniken werden anschaulich dem Besucher vermittelt. Der Verein "Via Carolina e.V.", für das interkommunale grenzüberschreitende Begleitprogramm mit historischem Handelswagen und "Kaisertheater" in der Region unterwegs, weckte das Interesse der Verantwortlichen des Museums. So folgte die Einladung nach Prag, wo an zwei Tagen der historische Handelswagen in den Ausstellungsräumen vorgestellt und Infos zum Begleitprogramm im bayerisch-tschechischen Grenzraum den Besuchern an die Hand gegeben wurde. In insgesamt vier Theateraufführungen an einem Tag wurden Szenen aus dem Leben von Kaiser Karl IV. und seinem Sohn Wenzel von der deutsch-tschechischen Theatergruppe aufgeführt. Der für Bau und Architektur zuständige Direktor, Martin Ebel, präsentierte vor dem Museum einen Originalnachbau eines Tretkrans aus dem 14. Jahrhundert, der eigens für die Ausstellung gefertigt worden war. Durch die Mitwirkung mittelalterlicher Darsteller der Theatergruppe wurde die Funktion des Krans vorgeführt.

Mit Rüstung in der Tram


Für großes Aufsehen sorgte der historische Geleitschutz auf der Karlsbrücke. In voller Ausrüstung mit der Trambahn in der Innenstadt angelangt, überquerten die Gewandeten aus Bärnau mit einer Gefangenen in der Schandgeige die historische Brücke. Unzählige Besucher nutzten die Gelegenheit, die mittelalterliche Gruppe zu fotografieren.
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