Soziale Kontakte vermitteln ein Stück Heimat
Ein Gefühl

Stefan Wolters leitet den Geschichtspark Bärnau-Tachov. Bild: Grüner
Vermischtes
Bärnau
10.09.2016
22
0

"Heimat ist für mich mehr ein Gefühl als eine bestimmte Gegend", definiert der Leiter des Geschichtsparks Bärnau-Tachov, Stefan Wolters, den Heimatbegriff. Freilich spielten auch die eigenen Wurzeln eine Rolle, sagt der gebürtige Braunschweiger. Gewisse Rahmenbedingungen, wie "das Wissen, was ich darf oder auch nicht darf, wie die Leute auf mich reagieren, das Verstehen einer Sprache, sind mit ausschlaggebend dafür, dass ich den Begriff Heimat auch spüre. Ich baue, egal wo ich gerade bin, immer sehr schnell ein soziales Netzwerk um mich auf. Wenn mich jemand vom Traktor aus oder dem Auto heraus grüßt, weiß ich, hier ist ein Stück Heimat. Das liegt wohl daran, dass mein Leben ziemlich fragmentiert ist. In Braunschweig aufgewachsen, in Bamberg studiert und als Archäologe immer da gearbeitet, wo ich nicht wohnte, das macht es wahrscheinlich aus, dass sich für mich die Heimat nicht so ohne Weiteres lokal zuordnen lässt. Allerdings kann ich behaupten, dass meine eigentliche Heimat in Franken im Steigerwald ist, wo ich meine Lebensbasis habe", sagt der 50-Jährige.

Weitere Beiträge zu den Themen: Tag der Heimat (10)Stefan Wolters (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.