Stellvertretender Landrat beim Workcamp
Bares vom Vize Commissioner

Die Wände des Pfostenständer-Hauses, wie es im 13. Jahrhundert hochmodern war, haben die Workcamp-Teilnehmer mit Mörtel verschmiert. Auch das Schilfdach haben sie gebaut.
Vermischtes
Bärnau
12.09.2016
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"Wie heißt eigentlich stellvertretender Landrat auf Englisch?", fragt Stefan Wolters, der Leiter des Geschichtsparks Dr. Alfred Scheidler. "Vice County Commissioner" antwortet er und begrüßt, beziehungsweise verabschiedet die diesjährigen Workcampteilnehmer.

"Das haben mir mal Amerikaner gesagt", erklärt er die spontane Antwort. Englisch ist die Sprache mit der sich die 14 Workcamp-Teilnehmer aus aller Herren Länder untereinander verständigen.

Budget strapaziert


Die jungen Leute nicken wissend auf die Erklärung des Landrat-Stellvertreters. Scheidler hat natürlich die obligatorischen Käppis mit Landkreiswappen im Gepäck, die er der Reihe nach jedem Camp-Teilnehmer überreicht. Und was noch wichtiger ist, ein Kuvert mit Bargeld. Das können die jungen Leute gut gebrauchen, denn nach diesem offiziellen Teil ging es am Donnerstagvormittag ab in die Bezirkshauptstadt Regensburg und wie vom Geschichtspark-Chef zu hören ist, haben die Jungs und Mädels ihr Budget bei einem Ausflug nach Prag doch arg strapaziert. Sie haben nämlich nur eine bestimmte Summe an Geld zur Verfügung, mit der sie sich verpflegen müssen. Ist das verbraucht, gibt es keinen Nachschub, zumindest nicht von der Dachorganisation, "Internationale Jugendgemeinschaftsdienste". Gut, dass der Vice County Commissioner hier war. Das Geld übernahm Carlotta Thomas, die zusammen mit Juliane Kreibich die Camp-Leitung innehat. Thomas bedankte sich im Namen der Teilnehmer und sagte, dass es in Bärnau sehr schön gewesen sei.

Pfostenständer-Haus


"Es war eine große Freude für uns alle und wir haben viele nette Leute kennengelernt." Dass sie ausgelassen feiern, hätten sie sich verdient, erklärt Hausherr Stefan Wolters, denn, "sie haben wirklich gut und fleißig gearbeitet." Lädierte Haut an den Fußsohlen und Abschürfungen zeugen davon.

Die seien beim Mörtelmachen entstanden. Dabei werden in einer Grube Lehm, Sand, Stroh und Wasser vermischt. Mit den Füßen wird die Masse solange geknetet, bis sie gerade noch zähflüssig ist, dass man sie mit den Händen an den Hauswänden anbringen und glatt streichen kann. Während ihres zweiwöchigen Aufenthalts haben die 14 jungen Menschen aus Serbien, Italien, Ukraine, Japan, Deutschland, Russland und Spanien ein Pfostenständer-Haus, wie es im 13, Jahrhundert den Wandel zu unserer heutigen Wohnkultur vollzogen hat, gebaut.

Stefan Wolters erklärte, dass dies die ersten Gebäude waren in denen Wohn- und Arbeitsbereiche räumlich abgetrennt waren.

Dank zollt Wolter der Stadt, die für das Workcamp den Schulbus zur Verfügung gestellt hat und dem BRK für die Feldbetten. Im kommenden Jahr werde es das vierte Workcamp im Geschichtspark geben, stellt er in Aussicht.
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