CSU demonstriert Eintracht

Bezirkstag der CSU Oberpfalz mit Neuwahlen in Barbing bei Regensburg mit Ministerpräsident Horst Seehofer. Nachfolger von Ministerin Emilia Müller wird Staatsminister Albert Füracker. Bild: Götz
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Barbing
19.07.2015
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Generationswechsel bei den Christsozialen: Mit 99 Prozent der Delegierten-Stimmen im Rücken, tritt Finanzstaatssekretär Albert Füracker (47) als CSU-Bezirkschef die Nachfolge von Emilia Müller (63) an. Sie stand sieben Jahre an der Spitze des mit knapp 20 000 Mitgliedern zweitgrößten CSU-Bezirksverbands in Bayern.

Emilia Müller bekam ebenso wie ihr Nachfolger Albert Füracker stehenden Applaus. Der gebürtige Parsberger (verheiratet, vier Kinder) versprach "vollen Einsatz für die gesamte Oberpfalz". Sowohl Füracker als auch Müller appellierten an die Geschlossenheit und den Zusammenhalt. Ein "neues Miteinander" beschwor beim CSU-Parteitag am Samstag in Barbing auch der Gastgeber im Landkreis Regensburg, Kreisvorsitzender Peter Aumer. Der Bezirksverband habe eine "dienende Funktion" gegenüber den Kreisverbänden.

Bei den Stellvertretern erzielte auf Anhieb der Landrat von Neustadt/WN, Andreas Meier, mit 93,47 Prozent das beste Ergebnis. Meier folgt auf Simon Wittmann, der nach 40 Jahren aus dem Bezirksvorstand ausschied. Eine bewegende Bestätigung erfuhr der schwerstkranke Markus Sackmann mit 91,46 Prozent. "Du hast eine unwahrscheinliche Kraft, wir beten für dich", sagte Ministerpräsident Horst Seehofer und attestierte ihm einen "Helden-Kampf". Wiedergewählt wurden die Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach (90,95 Prozent) und Sylvia Stierstorfer aus Regensburg (82,41 Prozent). Wegen der Belastungen durch die Asyl-Thematik als Sozialministerin hatte Müller den Bezirksvorsitz "schweren Herzens" aufgegeben. Sie scheide mit einem "sehr guten Gefühl". Der Bezirksverband stehe finanziell und strukturell gut da. "Wir brauchen Emilia in ihrer anderen Funktion (als Ministerin) noch sehr lange", betonte Finanzstaatssekretär Füracker in Gegenwart von Seehofer. Der ließ sich nicht lange bitten: "Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihr" (im Kabinett).

Zusage: Erdverkabelung

Füracker interpretierte die Wahlergebnisse als einen Ausdruck von "großer Einmütigkeit". Er brauche keine neue Vision Oberpfalz, "als Politiker wird man daran gemessen, wie man Probleme löst". Er kündigte an, die Handlungsfähigkeit der Kommunen über das Landes-Entwicklungsprogramm weiter zu stärken. Der neue CSU-Bezirkschef gab zu seinem Einstieg gleich ein konkretes Versprechen: "Wenn die Stromtrasse in die Oberpfalz kommt, dann in die Erde." Die Erdverkabelung werde noch Ende des Jahres Bundesgesetz.
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