39-Jähriger war Rot-Kreuz-Helfer - Offenbar Tatfahrzeug
Verhafteter Arzt hatte Auto mit Blaulicht

Archiv
Bayern
21.10.2014
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Der wegen des Verdachts des schweren sexuellen Kindesmissbrauchs verhaftete Kinderarzt war rund 20 Jahre lang ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) tätig. Der Mann habe sogar ein auf das Rote Kreuz zugelassenes Auto gefahren, bestätigte der Augsburger BRK-Kreisgeschäftsführer Michael Gebler am Montag. Nach den bisherigen Ermittlungen hat der Krankenhausarzt möglicherweise mit diesem Fahrzeug in Garbsen einen Fünfjährigen verschleppt.

Es handelt sich zwar um den Privatwagen, aber da der Mediziner (39) für das BRK als leitender Notarzt tätig gewesen sei, verfüge er über ein Auto mit Blaulicht. In solchen Fällen sei es üblich, dass das Fahrzeug von dem Verband zugelassen werde, sagte Gebler. Der Kinderarzt hatte auch die Funktion eines Chefarztes im Vorstand des Kreisverbands inne.

Der Mediziner sitzt in Untersuchungshaft, weil er sich seit 2012 in München, Augsburg und Garbsen an mindestens vier Buben (vier bis sieben Jahre) vergangen haben soll. Die Kripo prüft nun, ob er auch für andere ungeklärte Taten verantwortlich ist. Laut Gebler war er ein "sehr engagierter" Rot-Kreuz-Helfer. Bemerkt hätten die BRK-Kollegen nichts.
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