50 Jahre "22 22 22"

Eine Routine mit langer Tradition: Ein Abschleppwagen im Auftrag des ADAC kümmert sich um ein Auto. Bild: dpa
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Bayern
24.10.2014
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Im Jahr 1964 nahm der ADAC seinen Notruf unter der Nummer "22 22 22" in Betrieb. Schräge Menschen und ungewöhnliche Erlebnisse - wenn sich die Mitarbeiter des ADAC-Notrufs an die letzten 50 Jahre erinnern, kommt einiges an Geschichten zusammen.

Rainer Schindler reist nicht gerne. "Ich fahre nicht in den Urlaub - im Urlaub passiert was." Grund für dieses "Trauma", wie er es nennt, ist seine langjährige Arbeit beim ADAC-Notruf. "Ich habe 35 Jahre nur Katastrophen mitgemacht." In diesem Jahr feiert der ADAC-Notruf runden Geburtstag. Er wird 50 Jahre alt - und nach Angaben des Automobilclubs hat sich im Laufe der Zeit einiges geändert.

"Das Reiseverhalten hat sich verändert", sagt Schindler. "Rimini, Cattolica, das war früher schon alles." Damals hätten sich Autofahrer noch am Telefon vorlesen lassen, wie sie nach Apulien kommen.

Waren zu Beginn 1964 nur fünf Mitarbeiter an den Telefonen im Einsatz, sind es ein halbes Jahrhundert später rund 350. Mehr als 20 Millionen Fälle haben die Notruf-Mitarbeiter in den vergangenen 50 Jahren unter der Nummer 22 22 22 bearbeitet, zwei Millionen allein 2013, teilte der ADAC am Donnerstag mit. Der Auto Club Europa (ACE) hat rund 100 000 Anrufe pro Jahr. Der Skandal um den manipulierten Autopreis "Gelber Engel" habe keine Auswirkungen auf die Anruferzahlen gehabt.

Deutsche heimgebracht

Oft mussten die Mitarbeiter auch bei großen Katastrophen wie dem Tsunami 2004 in Südostasien helfen. Der größte Einsatz in der Geschichte des ADAC-Notrufes war ein Feuer auf Campingplätzen in Apulien, bei dem rund 150 Familien nach Deutschland zurückgebracht wurden.
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