57-Jähriger zu zehn Jahren Haft verurteilt
Tod nach Trinkgelage

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Bayern
11.02.2015
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Im Prozess um einen tödlichen Streit unter Betrunkenen in Bayreuth ist der Angeklagte zu zehn Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Die Strafkammer des Landgerichts sah es am Dienstag als erwiesen an, dass der 57-Jährige sein Opfer im Sommer 2014 mit einem Küchenmesser getötet hatte.

Die beiden hatten zusammen mit anderen Männern den ganzen Tag über in der Wohnung des Angeklagten getrunken, zur Tatzeit hatten sie mehr als drei Promille Alkohol im Blut. Nach Auffassung des Gerichts waren die beiden Männer in Streit geraten, weil das Opfer sich über die Lebensgefährtin des Angeklagten lustig gemacht hatte. Die Auseinandersetzung eskalierte, als das Opfer nicht die Wohnung verlassen wollte. Plötzlich stach der Frührentner mit einem Küchenmesser zu und verletzte seinen Kontrahenten tödlich.

Mit seinem Strafmaß blieb das Gericht knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die elf Jahre verlangt hatte. Die Verteidigung hatte fünf Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragt.
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