ADAC: Bayern hat die meisten langen Autobahn-Staus
Nichts geht mehr

Stoßstange an Stoßstange, Meter für Meter durch den Stau. Autofahrer in Bayern hatten laut ADAC in diesem Jahr am häufigsten unter Staus zu leiden, die länger als zehn Kilometer waren. Archivbild: dpa
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Bayern
15.10.2015
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(dpa/üd) Auf der A 93 ging diesen Sommer stellenweise gar nichts mehr: Lange Autoschlangen bildeten sich vor den Baustellen, etwa bei den Anschlussstellen Nabburg und Luhe-Wildenau. Trotzdem hat es die Oberpfälzer Verkehrsader nicht in die Negativ-Liste des ADAC geschafft.

Der Automobilclub hatte am Mittwoch gemeldet, dass heuer fast die Hälfte aller deutschen Ferienstaus mit mehr als zehn Kilometern Länge auf den Autobahnen im Freistaat registriert wurden. Mit 45 Prozent aller Lang-Staus lagen Bayerns Autobahnen an der Spitze - deutlich vor Baden-Württemberg (16 Prozent) und Niedersachsen (11 Prozent). Ausgewertet wurden die Ferienwochen zwischen dem 26. Juni und dem 13. September.

Wie Andreas Hölzel vom ADAC auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte, spielte die A 93 dabei keine große Rolle - "auch nicht bei unseren regelmäßigen Wochenend-Staubilanzen", so der Sprecher. Anders sieht es bei der A 6 aus, die die Autobahn 93 bei Wernberg-Köblitz kreuzt: "Diese gehört zu den am stärksten betroffenen Strecken in ganz Deutschland, vor allem freitags und sonntags", sagt Hölzel über die vielbefahrene Pendlerstrecke. Unter den zehn schlimmsten Stau-Autobahnen liegt die A 6 auf Platz sieben - mit 41 Staus von mehr als zehn Kilometern Länge. Spitzenreiter ist die A 8 mit 165 langen Staus.

Bundesweit gab es heuer so viele Staus während der Sommerzeit wie nie zuvor. An den zwölf überprüften Wochenenden zählte der ADAC 932 Staus auf deutschen Autobahnen, 2014 waren es noch 863 gewesen. "Spitzenwochenende" im negativen Sinn war der 26./27./28. Juni mit insgesamt 56 extralangen Staus. Am vollsten waren die Straßen an Freitagen mit 475 der 932 langen Staus. Die andere Hälfte entfiel zu ungefähr gleichen Teilen auf die Samstage und Sonntage. Als Hauptursache für die insgesamt gestiegenen Zahlen sieht der ADAC die vielen Baustellen im Bundesgebiet.
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