ADAC-Reform: Kontrollorgan auf dem Weg

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Bayern
11.05.2015
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Der ADAC will nach der Krise um Fälschungen beim Autopreis "Gelber Engel" noch im laufenden Jahr Kernpunkte seines Reformprogramms abschließen. Der Club will eine Kontrollgesellschaft aufbauen und Wirtschaftsaktivitäten in eine Aktiengesellschaft ausgliedern. Der ADAC wolle 2016 in den neuen Strukturen arbeiten, sagte Präsident August Markl auf der Hauptversammlung vor 221 Delegierten am Samstag in Bochum.

Richtlinien zu den künftigen Verhaltensregeln sind im Mai in Kraft getreten. Die Kontrollorganisation soll im Sommer folgen. "Für den Leiter dieser Compliance-Organisation suchen wir außerhalb des ADAC nach erfahrenen Kandidaten", sagte Markl. Bei den 18 Regionalclubs regt sich Widerstand gegen eine umfassende Kontrolle in ihren Bereichen. Der ADAC-Beirat warnte die formal eigenständigen Clubs: "Das hat nichts mit Bespitzeln zu tun", sagte Sprecher Jürgen Heraeus. Auf seinem Reformweg will der ADAC mit seinen 18,9 Millionen Mitgliedern den Verein entflechten. Markl betonte, das Registergericht München habe erklärt, der ADAC sei mit dem "Drei-Säulen-Modell" aus Aktiengesellschaft, Verein und Stiftung auf dem richtigen Weg. Die Delegierten trafen auch Entscheidungen: Neben der Wahl von Matthias Feltz zum Stellvertreter von Markl wurde der Begriff "Gau" aus den Satzungen gestrichen. Damit wurden früher Regionalclubs bezeichnet. Den Begriff hatten auch die Nazis verwendet.
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