Amtsgericht: Amokläufer schuldunfähig

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Bayern
31.10.2015
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Dem mutmaßlichen Amokläufer von Mittelfranken droht bei einer Verurteilung statt Gefängnishaft höchstwahrscheinlich die Einweisung in die Psychiatrie. Ein psychiatrischer Gutachter habe dem 47-Jährigen inzwischen Schuldunfähigkeit attestiert, teilte die Staatsanwaltschaft Ansbach am Freitag mit. Der aus Ansbach stammende Beschuldigte leide an einer paranoiden Schizophrenie, zum Tatzeitpunkt "habe er keine Einsicht in das Unrecht seines Tuns gehabt", berichtete die Anklagebehörde unter Berufung auf das Gutachten. Auf psychische Probleme hatten bereits Unterlagen hingewiesen, die die Kripo kurz nach der Tat in der Wohnung des Mannes gefunden hatte. Der 47-Jährige soll im Juli in Leutershausen zuerst eine Frau (82) und danach einen Radfahrer (72) aus einem Auto heraus erschossen haben. Auf seiner rund 30 Kilometer langen Amokfahrt schoss er ferner auf eine Pkw-Fahrerin und einen Traktorfahrer.
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