Anklage: Stalker soll Sprengstoffanschlag geplant haben
Aus "tiefer Kränkung"

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Bayern
28.10.2014
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Ein mutmaßlicher Stalker hat den Auftakt seines Prozesses am Landgericht München mit mehreren Anträgen der Verteidigung verzögert. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Juristen unter anderem Vorbereitung eines Explosionsverbrechens und Nachstellung vor. Er soll zwei ehemalige Kommilitoninnen bedrängt haben, im Fall der zweiten Frau waren auch deren Mann und zwei Töchter betroffen.

Laut Anklage plante der 41-Jährige gegen die Familie einen Sprengstoffanschlag. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei Chemikalien, die sich zur Herstellung von großen Mengen Sprengstoff eigneten. Der Angeklagte ist seit August 2013 in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Er sei wegen einer Persönlichkeitsstörung infolge Abhängigkeit von Suchtstoffen nur vermindert schuldfähig. Die Verteidigung lehnte am Montag die Richter ab und rügte die vermeintliche Unzuständigkeit der Strafkammer.

Die Familie, die den Angeklagten angezeigt hatte, war mit diesem ursprünglich befreundet, er war sogar Taufpate der jüngeren Tochter. Wegen dessen "zunehmend problematischen" Verhaltens gingen sie auf Distanz. Der 41-Jährige habe laut Anklage aus Frustration und "tiefer Kränkung" einen Anschlag geplant.
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