Bahn-Ersatzverkehr

Ein Formsignal der Deutschen Bahn steht auf "Halt". Die Lokführergewerkschaft GDL will im eskalierenden Tarifkonflikt mit der Bahn den Schienenverkehr für fast eine Woche lahmlegen. Bild: dpa
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Bayern
05.05.2015
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An Beeinträchtigungen im Zugverkehr durch Lokführer-Streiks haben sich viele Reisende in den vergangenen Monaten beinahe gewöhnt. Doch dieses Mal soll der Ausstand fast eine ganze Woche dauern. Die Oberpfalz ist davon aber nur zum Teil betroffen.

(räd/dpa) Auch in Bayern müssen sich von heute an tausende Bahn-Reisende und Pendler wegen des Dauer-Streiks der Lokführer auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Personenzüge sollten seit 2 Uhr fünf Tage lang bis Sonntagmorgen bestreikt werden. Die Bahn hat einen Ersatzfahrplan erstellt. In Bayern fallen demnach am Dienstag etwa die Hälfte der Reisezüge im Regionalverkehr und zwei Drittel der Fernzüge aus, wie ein Unternehmenssprecher in München sagte.

Nur alle zwei Stunden

Ähnlich dürften die Streik-Folgen auch in den kommenden Tagen ausfallen. Man bedauere ausdrücklich die Einschränkungen für die Fahrgäste. "Gleichzeitig möchten wir alle Reisende ermuntern, zu nutzen", sagte ein Bahnsprecher. In der Oberpfalz sind vor allem die Strecken nach Nürnberg betroffen. Dort soll laut Streikfahrplan nur alle zwei Stunden ein Regional-Express fahren.

Nicht betroffen sind die Bahngesellschaften Agilis (Weiden-Bayreuth sowie Kirchenlaibach-Hof), der Alex (Hof-München) sowie die Oberpfalzbahn (Schirnding-Marktredwitz-Regensburg sowie Schwandorf-Furth im Wald). Auf diesen Routen entfallen in der Regel die wenigen verbliebenen Züge der Deutschen Bahn. "Trotz des angekündigten Streiks der GDL bei der Deutschen Bahn fahren Züge von Agilis, Alex, Oberpfalzbahn und Waldbahn wie gewohnt", teilten Agilis, Alex und Oberpfalzbahn in einer Presseerklärung mit. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass es aufgrund von Zugausfällen bei der Deutschen Bahn auch bei diesen Unternehmen zu leichten Unregelmäßigkeiten kommen wird. Nach Angaben der Deutschen Bahn habe der Ersatzfahrplan bislang gesichert, dass die Fahrgäste zwar mit einem reduzierten, aber verlässlichen Angebot rechnen können.
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