Basketballer im Brennpunkt

Die neue Sporthalle. Bild: dpa
Archiv
Bayern
09.10.2015
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Die Brose Baskets sprechen von einem "Leuchtturmprojekt", das bundesweit Strahlkraft besitze. Mit der "BasKIDhall", die heute öffnet, wollen die Macher des deutschen Basketballmeisters Spitzensport und Sozialarbeit vereinen. Die Gewinner: die Kinder aus einem Problemviertel.

Die "BasKIDhall" entstand gemeinsam mit einem Projekt für Jugendsozialarbeit. Der Stadtteil Gereuth, in dem die Halle gebaut wurde und der unweit der Brose-Arena liegt, sei ein Brennpunktgebiet, sagte Matthias Gensner, Geschäftsführer des Vereins Innovative Sozialarbeit, der sich im Auftrag der Stadt Bamberg um Jugendsozialarbeit kümmert. Es gebe hier einen hohen Bedarf an Angeboten für Kinder und Jugendliche - bislang fehlten allerdings ausreichend große Räume.

"Bamberger Hasenbergl"

Man habe dann die Idee gehabt, sich mit den Brose Baskets zusammenzutun. "Es wird spannend", sagte er über das Projekt. "Es ist vergleichbar damit, wenn der FC Bayern im Viertel Hasenbergl trainieren würde."

Am Vormittag, wenn die Kinder und Jugendlichen in der Schule sind, nutzen die Spitzenbasketballer die Halle zum Training. Zudem haben die Brose Baskets hier ihre neue Geschäftsstelle eingerichtet: Erstmals seit Jahren habe man fast alle Organisationseinheiten wieder unter einem Dach beisammen, sagte ein Sprecher. Zuvor seien die verschiedenen Stellen über das gesamte Stadtgebiet verteilt gewesen. Zusätzlich können freie Zeiten durch Sportvereine, Betriebe, Hobbymannschaften und Privatpersonen genutzt werden.

In der "BasKIDhall" werden Kindern und Jugendlichen verschiedene Angebote gemacht - sie können etwa gemeinsam Basketball spielen, unterstützt von Trainern und Sozialpädagogen. Dazu wird Hausaufgabenbetreuung angeboten, zudem gibt es offene Treffs. Ein Schwerpunkt seien zudem Angebote fürs gemeinsame Kochen und Essen, sagte Gensner. Die Jugendlichen selbst hätten sich für den Bau der Halle eingesetzt und Unterschriften gesammelt, lobte er.

Viele Spenden

Die Baukosten von etwa 3,5 Millionen Euro werden über zahlreiche Spenden und Fördergeld mitfinanziert, sagte Gensner weiter. Die Brose Baskets ziehen als Mieter in die Räume ein - durch die Einnahmen wird der Unterhalt der Halle gesichert.

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Mehr über das Projekt:

http://www.baskidhall.de
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