Bayerische Muscheln sind bedroht

Eine Biologin der Technischen Universität München hat eine Flussperlmuschel aus der Wolfsteiner Ohe gefischt. 32 Muschelarten tummeln sich in den Flüssen und Bächen des Freistaats - aber es werden immer weniger. Bild: dpa
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Bayern
18.08.2015
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Muscheln gibt es nur im Meer? Von wegen! 32 heimische Muschelarten tummeln sich in den Flüssen und Bächen des Freistaats. Aber vielleicht nicht mehr lange. Biologen unterscheiden zwischen Kleinmuscheln wie Erbsen- oder Kugelmuscheln und Großmuscheln. Davon gibt es in Bayern sieben Arten, fast alle stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tiere.

Besonders kritisch ist die Situation bei der Flussperlmuschel, die nur noch im Bayerischen Wald, im Fichtelgebirge und in der Rhön zu finden ist. Der Grund: Sie stellen besonders hohe Ansprüche an die Wasserqualität. 80 000 bis 100 000 der etwa zehn Zentimeter großen Tiere leben derzeit noch im Freistaat. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass früher in einem einzelnen Gewässer bis zu eine Million Muscheln vorkamen. Trotz zahlreicher Schutzprojekte konnte der Bestandsrückgang der in Bayern bis zu 100 Jahre alt werdenden Muschel nicht gestoppt werden.

Ähnlich schlecht ist es auch um die Bachmuschel bestellt. Mittlerweile hat die Art mehr als 90 Prozent ihrer ursprünglichen Verbreitung verloren.
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