Bayerns Bergwacht zieht Winter-Bilanz - Kaum Lawineneinsätze diesseits der Alpen
Mehr als 5000 Mal im Einsatz

Bayerns Bergwacht hat trotz des schneearmen Winterauftakts eine beschäftigte kalte Jahreszeit hinter sich. Bild: dpa
Archiv
Bayern
20.04.2015
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Die Bergwacht in Bayern musste in der vergangenen Wintersaison zu mehr als 5000 Rettungseinsätzen ausrücken. Durch den schneearmen Winterauftakt sind die Einsatzzahlen etwas niedriger als in den Vorjahren, teilte die Organisation mit. Während es in anderen Alpenregionen in diesem Winter zahlreiche Lawinenunfälle gab und viele Menschen von den Schneemassen in den Tod gerissen wurden, spielten Lawinenunfälle in Bayern nur eine untergeordnete Rolle.

"Die Lawinensituation auf beiden Seiten der Alpenkette war in dieser Saison sehr unterschiedlich", sagte Bergwacht-Sprecher Thomas Griesbeck. Die Schneemenge, der Schneedeckenaufbau und der Wind hätten für völlig andere Verhältnisse gesorgt. Zehn Lawineneinsätze hat die Bergwacht im Zeitraum von Anfang November bis Anfang April registriert. Lawinentote gab es den Angaben zufolge nicht.

Am häufigsten wurden die ehrenamtlichen Helfer zu den klassischen Unfällen auf der Skipiste gerufen: 3214 Einsätze gab es mit Skifahrern, knapp 800 Mal musste die Bergwacht Snowboardern zu Hilfe eilen.

25 Tote zu beklagen

In anderen Wintersportarten passierte deutlich weniger. So kümmerten sich die Retter in der Saison 2014/2015 um 218 Rodler, 92 Langläufer, 64 Skitourengeher, 25 Schneeschuhwanderer, zwei Skispringer und einen Eiskletterer. Für 25 Menschen kam im Winter jede Hilfe zu spät - die bei ihren verschiedenen Freizeitaktivitäten verunglückten Personen konnten nur noch tot aus den Bergen geborgen werden.

Die Bergwacht in Bayern hat 3200 ehrenamtliche Einsatzkräfte und 300 Stützpunkte in den Bergen - davon 90 Rettungswachen im Talbereich. Die Bergwacht gehört zum Bayerischen Roten Kreuz.
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