Behörde prüft Bußgeld für illegale Bühne bei Schloss Elmau - Werbeeffekt erhofft
Nachspiel für Party-Pläne

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Bayern
16.04.2015
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Der Schwarzbau eines Riesenzeltes für eine Luxusparty neben dem G7-Gipfelhotel Schloss Elmau wird ein rechtliches Nachspiel haben. Ein Bußgeld sei wahrscheinlich, sagte der Sprecher des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen, Stephan Scharf, am Mittwoch. Die Behörde prüfe, gegen wen oder welche Firmen das Verfahren eingeleitet werde. Infrage komme ein Verstoß gegen die Landschaftsschutz-Gebietsverordnung sowie gegen die bayerische Bauordnung. Der Bauherr und Gastgeber - ein deutscher Geschäftsmann - habe dem Landratsamt mitgeteilt, dass das Zelt wieder abgebaut werde. Damit sei auch bereits begonnen worden.

Mindestens ein Teil der Gäste für die am Samstag geplante Party sollte in Schloss Elmau untergebracht werden, wie eine Sprecherin sagte. Sie betonte zugleich, das Hotel habe mit der Party selbst und dem Riesenzelt auf der Fläche des provisorischen Hubschrauberlandeplatzes für den G7-Gipfel nichts zu tun.

Die Staatsregierung hofft unterdessen, vom Treffen der Staats- und Regierungschefs auf Schloss Elmau zu profitieren. "Wenn uns der Gipfel schon einiges an Mühe und Geld kostet, wollen wir ihn auch als Werbung für Bayern nutzen", sagte Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) am Mittwoch im Haushaltsausschuss. Das G7-Treffen kostet rund 130 Millionen Euro. Zudem würden die Gemeinden vor Ort profitieren, etwa von sanierten Straßen. Die Bundesregierung werde sich mit 40 Millionen Euro an den Kosten beteiligen, sagte Huber. Den Zuschuss, den das Land Schlossherrn Dietmar Müller-Elmau für die Renovierung des Hotels bezahlt, bezifferte Huber auf drei Millionen Euro.
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