Bildung ohne Barrieren

Harald Ebert (Mitte), Leiter der Berufsschule Don Bosco in Würzburg, bekommt den zweiten Preis des Deutschen Schulpreises von den Moderatoren Pinar Atalay (links) und Dennis Wilms. Bild: dpa
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Bayern
11.06.2015
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Die Würzburger Berufsschule Don Bosco war schon zwei Mal für den Deutschen Schulpreis nominiert. Am Mittwoch gab es endlich Grund zum Jubeln: Die Förderberufsschule hat gewonnen. Das Preisgeld ist schon verplant.

Riesenjubel bei den Schülern und Lehrern der Würzburger Don-Bosco-Berufsschule: Die Förderschule hat im Rennen um den Deutschen Schulpreis 2015 den "Preis der Jury" gewonnen. Schulleiter Harald Ebert nahm am Mittwoch in Berlin die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung entgegen.

Gelebte Inklusion

"Das ist eine schöne Anerkennung und Würdigung für unsere Arbeit", sagte Ebert nach der Verleihung. Die Schule decke mit der Ausbildung von Schülern mit verschiedensten Behinderungen und Einschränkungen einen besonderen Bereich in der Schullandschaft ab. "Da hilft die Würdigung einer so renommierten Stiftung auch in den durchaus aufgeheizten Diskussionen um Inklusion." Für die Schule und die Lehrer sei der Preis aber auch ein Ansporn, trotz der vielen individuellen Anforderungen nicht müde zu werden. Die Schule wurde mit fünf weiteren Schulen für ihre vorbildlichen Konzepte und Leistungen ausgezeichnet. Sie war als einzige Schule aus Bayern für den Schulpreis 2015 nominiert worden.

Geduld und Fürsorge

Die Würzburger überzeugten die Jury mit ihrer Geduld und Fürsorge sowie den Lern- und Lehrkonzepten, die individuell auf die Schüler mit Handicap abgestimmt werden. Der mit 100 000 Euro dotierte Hauptpreis ging an eine Gesamtschule in Wuppertal.

Ebert will das gewonnene Geld für einen neuen Schulbus ausgeben. "Wir haben einen uralten VW-Bus, der muss dringend ersetzt werden. Der ist ganz wichtig für die Mobilität im Schulalltag." Die Robert-Bosch-Stiftung und die Heidehof-Stiftung vergeben den Preis seit 2006 in Zusammenarbeit mit dem Magazin "Stern" und der ARD. Insgesamt 15 Schulen aus zehn Bundesländern hatten es ins Finale geschafft. Die Jury bewertete sechs "Kennzeichen für gute Schulqualität": Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution.
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