BR-Moderatorin Carolin Reiber wird 75 - "Lustige Musikanten" bis "Grand Prix"
Gesicht der volkstümlichen Musik

Moderatorin Carolin Reiber. Bild: dpa
Archiv
Bayern
02.11.2015
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Charme und Eleganz, Dirndl und natürlich ihr bayerischer Dialekt sind Carolin Reibers Markenzeichen. Am Montag wird die Münchnerin 75. Jahrzehntelang war Carolin Reiber das Gesicht der Volksmusik im ZDF, bis sie im Jahr 2005 ihren nicht ganz freiwilligen Abschied nahm. Der Grund: unterschiedliche Auffassungen.

Das ZDF wollte einen Generationenwechsel. Das Aus trotz guter Quoten schmerzte die Moderatorin. Heute ist sie vor allem im Bayerischen Fernsehen zu sehen, wo sie monatlich für die Sendung "Bayerntour" vor der Kamera steht. Mit der Moderation der Samstagabend-Show "Lustige Musikanten" hatte Reibers Zusammenarbeit mit dem ZDF im Jahr 1978 begonnen. Bis 2005 moderierte sie zahllose Volksmusik-Sendungen wie "Die volkstümliche Hitparade" und bescherte dem Sender damit gute Quoten. Shows wie der inzwischen abgesetzte "Grand Prix der Volksmusik" erreichten ein Millionenpublikum.

Erste Schritte ins Showgeschäft tat Reiber in den 50er Jahren mit kleinen Rollen in Spielfilmen wie "Das doppelte Lottchen" und "Durch die Wälder, durch die Auen". Dann begann die Fremdsprachenkorrespondentin für Spanisch und Englisch ihre Karriere beim Bayerischen Rundfunk.

Zunächst war sie Programm-Ansagerin, schon bald wurde sie Moderatorin. Neben ihrer Arbeit für das ZDF moderierte sie für die ARD zusammen mit Thomas Gottschalk von 1979 bis 1983 die deutsche Vorentscheidung zum damaligen "Grand Prix Eurovision de la Chanson" sowie die ARD-Fernsehlotterie. Für ihre Moderationen wurde Reiber mit Preisen vom Bambi bis zum Bayerischen Verdienstorden geehrt.

Die Mutter zweier Söhne lebt in der Nähe von München. Ein schwerer Schicksalsschlag traf sie Anfang 2014, als ihr Mann, der frühere Leichtathlet Luitpold Maier, nach schwerer Krankheit starb.
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