Deutliche Minusgrade in der Silvesternacht erwartet
Wärmstes Jahr endet mit frostigem Silvesterwetter in Bayern

Schneelandschaft im Olympiapark in München. (Bild: dpa)
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Bayern
30.12.2014
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Wer in der Silvesternacht das Feuerwerk im Freien erleben will, muss sich warm anziehen: Zum Jahreswechsel wird es frostig in Bayern. Rückblickend war 2014 allerdings das wärmste Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungen.

Das Jahr 2014 war extrem warm, aber es endet in Bayern frostig. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in München mitteilte, ist in der Silvesternacht bei starker Bewölkung leichter Frost mit Temperaturen um minus drei Grad zu erwarten. Dort wo es aufklart - etwa am Alpenrand - können am Abend und in der Nacht bis zu minus 15 Grad erreicht werden, in den Alpentälern sogar bis zu minus 20 Grad. Dabei bleibt es trocken.

Bayern kühlstes Bundesland

Die vergangenen zwölf Monate waren hingegen nach DWD-Angaben in Deutschland die wärmsten seit 1881 - dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungen. Die bundesweite Durchschnittstemperatur lag mit 10,3 Grad Celsius deutlich über den Temperaturen des bisherigen Rekordjahres 2000 (9,9 Grad).

Das sonst oft sonnenverwöhnte Bayern war dabei mit 9,6 Grad das kühlste Bundesland. Trotzdem gab es auch hier einen neuen Wärmerekord. Der heißeste Tag des Jahres war der 9. Juni, Pfingstmontag. Im unterfränkischen Kitzingen wurden an diesem Tag 37,3 Grad gemessen.

Mehr Schnee bis Mittwochmittag

Während in den ersten Monaten des Jahres 2014 in Bayern chronischer Mangel an Schnee herrschte, liegt zum Jahresende reichlich davon. Bis Mittwochmittag werden weitere, teils ergiebige Schneefälle erwartet. In München rechnen die Meteorologen mit 25 Zentimeter Neuschnee innerhalb von 24 Stunden, am Alpenrand werden bis zu 70 Zentimeter Neuschnee erwartet.

Nach einem meist sonnigen und kalten Neujahrstag soll es ab Freitag regnerisch und etwas wärmer werden. Im Flachland ist bei leichten Plusgraden mit Tauwetter zu rechnen.

Lawinengefahr in den Alpen

Die starken Schneefälle und starker Wind sorgen für erhebliche Lawinengefahr im Alpenraum. Der Lawinenwarndienst gab vom Allgäu bis ins Berchtesgadener Land für Lagen oberhalb der Waldgrenze die Warnstufe drei auf der fünfstufigen Skala aus. Da es bis Silvester weiterschneien soll, könne die Lawinengefahr noch ansteigen.

Wintersportler freuen sich über den lang ersehnten Wintereinbruch. Vor allem Skifahrer und Snowboarder kommen auf ihre Kosten. Auf der Zugspitze fielen in den letzten Tagen etwa 80 Zentimeter Schnee, 50 bis 70 Zentimeter waren es am Nebelhorn und Fellhorn bei Oberstdorf - alle Liftanlagen sind dort in Betrieb.

Die Aussichten sorgen für gute Stimmung bei den Betreibern: «Es sind perfekte Bedingungen für den ersten Tag des Jahres», sagte eine Sprecherin der Zugspitzbahn.